Dragons Dogma: Dark Arisen – Capcoms RPG-Kleinod neu aufgelegt

Es ist noch gar nicht so lange her, da brachte Capcom sein Rollenspiel-Epos Dragons Dogma erst auf den PC. Das Original allerdings hat schon über fünf Jahre auf dem Buckel – ganz taufrisch ist der Titel demnach nicht mehr. Und wenn man ehrlich ist: Schon 2012 wirkte Dragons Dogma in mancher Hinsicht altbacken, gerade was Technik und Komfort anbelangte. Was hat sich in der 2017er-Neuauflage getan, um eine erneute Veröffentlichung zu rechtfertigen?

Nun, rein inhaltlich nicht viel. Um nicht zu sagen, gar nichts. Neben dem Hauptspiel befindet sich auch das gelungene Dark Arisen-Addon mit auf der Disc, für langlebigen Spielspaß ist demnach gesorgt – über 50 Stunden sollte man mindestens für den ersten Durchgang einplanen. Spielerisch hat sich ebenfalls nicht viel getan, was grundsätzlich aber nicht verkehrt ist. Schon damals überzeugte Dragons Dogma mit spannenden Echtzeit-Duellen, die zwar nicht selten ins Chaos ausufernden, aber stets taktisch geprägt waren: Die zig unterschiedlichen Gegner erfordern auch heute noch verschiedene Angriffstaktiken, zumal der Schwierigkeitsgrad nicht ohne ist. Besonders gelungen sind nach wie vor die zum Teil turmhohen Monster, auf die ihr sogar klettern könnt. Ganz alleine müsst ihr euch Banditen, Harpyien, Greifen und Co. allerdings nicht stellen, dank dem gelungenen Vasallen-System rekrutiert ihr neue Mitglieder für eure Party.

Dragons Dogma war und ist Rollenspiel durch und durch. Von der Menüführung her immer noch etwas sperrig und umständlich, habt ihr enormen Einfluss auf eure Charakter-Entwicklung. Jeder Levelaufstieg macht sich sofort bemerkbar, was ungemein motivierend ist.

Weniger gelungen ist die seichte Story sowie die zwar vielen, aber kaum originellen Nebenaufgaben. Und technisch? Nun, natürlich ist Dragons Dogma: Dark Arisen auf Konsole so hübsch, wie nie zuvor.  Schärfere Texturen, eine höhere Sichtweite und aufgepeppte Effekte machen 2017 natürlich mehr her, als 2012. Allerdings: Heute wie damals wirkt die Technik nicht ganz zeitgemäß. Gerade die riesige Spielwelt könnte mehr Details erwarten, vor allem wenn man aktuelle Rollenspiel-Karäter wie The Witcher 3 oder Elex als Vergleich ranzieht. Ärgerlich sind zudem die teilweise auftretenden Ruckler.

Trotzdem gilt: Dragons Dogma: Dark Arisen hat seine ganz offensichtlichen Schwächen, fühlt sich aber auch fünf Jahre nach Release des Originals immer noch nach etwas ganz Eigenständigem an. RPG-Fans, die bislang noch nicht auf Drachen-Jagd waren, sollten demnach einen Blick riskieren – zumal der Preis mit nicht einmal 25 Euro ausfällt.

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