The Little Acre: Vater und Tochter in einer fremden Welt

Als alleinerziehender Vater einer abenteuerlustigen Tochter hat es Aidan nicht leicht. Bereits das Aufstehen bereitet ihm Schwierigkeiten, möchte er seine süße, aber wilde Tochter nicht aus dem Schlaf reißen. In The Little Acre übernimmt man wechselweise die Kontrolle über Aidan und Lily und erkundet in klassischer Adventure-Manier eine wunderschöne, handgezeichnete Welt.

In The Little Acre dreht sich alles um eine mysteriöse Maschine, die Aidans Vater vor seinem plötzlichen Verschwinden im Gartenhäuschen zusammengeschraubt hat und seit seiner Fertigstellung ohne Stromversorgung herumsteht. Wie sich alsbald herausstellt, ist diese Maschine ein Tor in eine andere, bunte Welt und nimmt natürlich in Windeseile erst Aidan und dann Lily auf eine kuriose Reise.

The Little Acre folgt spielerisch ganz klar den klassischen Adventure-Spielen aus dem Hause LucasArts. Der Spieler muss seine Umgebung genau erkunden, Gegenstände einsammeln und an den richtigen Ort einsetzen, um im Spiel voranzukommen. In Hinblick auf den geistigen Anspruch der hiermit verbundenen Rätsel sei allerdings gleich vorangestellt, dass The Little Acre eher zart besaitet ist. Im Gegenzug muss man sich allerdings auch nicht mit völlig kruden Rätseln herumärgern, deren Lösung realistischerweise nur durch Zufall erfolgen kann.

Leider ist auffällig, dass die Umsetzung von The Little Acre auf die Konsole nicht mit der gebotenen Sorgfalt erfolgt ist. Das Interface des Spiels erwartet oftmals eine Maussteuerung, die mit dem linken Analogstick simuliert wird. Das ist auf einer Konsole sicherlich nicht gerade eine ideale Menüsteuerung. Hinzu kommt, dass dies durchaus auch unter Zeitdruck geschehen kann, was das Spiel dann kurzzeitig zu einer ungeplanten Herausforderung werden lässt. Die unmittelbare Steuerung des Hauptcharakters ist zwar ordentlich über den Analogstick umgesetzt, ist allerdings unangenehm langsam und hätte von einer Anpassung der Geschwindigkeit auf jeden Fall deutlich profitieren können.

Der Umfang des Spiels ist mit unter zwei Stunden ziemlich knapp bemessen, allerdings kann das Spiel in der gebotenen Spielzeit mit einer Menge unterhaltsamer Szenen, einem wunderschönen handgezeichneten 2D-Stil und einer netten, ungewöhnlichen Geschichte strahlen. Adventure-Fans dürften mit The Little Acre für die Spielzeit ordentlich unterhalten werden und durch die liebevoll gestaltete Optik insbesondere an den dritten Monkey Island-Teil erinnert werden.

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