Battlefront 2 lernt aus den Versäumnissen des Vorgängers: Epische Raumschlachten auf der gamescom

Star Wars: The Last Jedi wirft bereits seit einiger Zeit seine Schatten voraus. Rund vier Wochen vorher wird EA den zweiten Teil des Star Wars Battlefront Reboots auf den Markt bringen. Ohne Zweifel, EA weiss, wie man ein Spiel dieser Größenordnung in Szene zu setzen weiss. Der größte Anteil an Ausstellerfläche des amerikanischen Publishers hatte auf der Gamescom definitiv Battlefront 2. Über den Spielern hingen große Modelle eines Tie-Fighters sowie eines X-Wing. Stormtrooper haben die unzähligen Spieler in Empfang genommen und ihnen den Weg zu den Bildschirmen gezeigt.

Während man über den Singleplayer bisher nur Information über die veröffentlichen Trailer erhalten hat, bestand auf der Gamescom die Möglichkeit, direkt zwei Modi des Multiplayers auszuprobieren. Zum einen hatten die Spieler die Möglichkeit, sich den Bodenkampf beim galaktischen Angriff auf Theed genauer anzuschauen. Diesen Modus hatte Electronic Arts bereits auf der E3 ausführlich vorgestellt. Zum anderen hatten die Amerikaner aber noch einen neuen Modus mit im Gepäck. Die Spieler konnten im Sternjäger-Angriff auf die Imperiale Werft über Fondor einen Einblick erhalten, wie Raumschlachten in Battlefront 2 aussehen werden.

Zugegeben, auch Battlefront hat der Spielerbasis die Möglichkeit geboten, sich in einen X-Wing oder imperialen Fighter zu setzen und in die Schlacht zu fliegen. Der Spielspaß hielt sich trotzdem in Grenzen, da die Karten eher klein waren und das einzige Ziel darin bestand, zuerst die geforderte Punktzahl zu erreichen. Dies scheint sich nun geändert zu haben. Einen Vorgeschmack darauf, wie es ab November um die Raumschlachten in einer weit entfernten Galaxie steht, erhielten Interessierte auf der Gamesom. Es fällt direkt auf, dass der Kampf im Weltraum größer geworden ist. Jedenfalls suggeriert die Demo, dass sich der Spieler tatsächlich in den Weiten des Alls befindet, wodurch direkt eine ganz andere Wahrnehmung erzeugt wird. Zudem gibt es jetzt unterschiedliche Ziele, die im Verlauf der Spielrunde erreicht werden müssen. Konvois müssen angegriffen bzw. beschützt werden, Geschütztürme müssen ausgeschaltet oder verteidigt werden. Dabei stehen den Angreifern eine bestimmte Anzahl an Tickets zu Verfügung, innerhalb derer das Zwischenziel erreicht werden muss, ehe sie weiter vorrücken können.

Nicht weniger aufregend geht es im Bodenkampf auf Theed zu. Wer im Star Wars Universum etwas bewandert ist, kennt den Planeten aus den Prequel Filmen. So sind es hier auch Klonkrieger der Republik, die gegen die Droidenarmee der Separatisten kämpfen müssen. Auch in diesem Modus liegt die Aufgabe darin, dass Vorrücken des Gegners zu verhindern. Weitläufige Straßen oder Flure wechseln sich mit Gassen und engen Räumen ab. Es ergeben sich vielfältige Möglichkeiten taktisch vorzugehen.

EA hatte bereits zur diesjährigen E3 angekündigt, dass es Änderungen im Spiel geben würde im Vergleich zum Vorgänger. Eine signifikante Verbesserung ist Sicherlich, dass nun unterschiedliche Soldatenklassen in den Multiplayer eingeführt werden. Ähnlich wie in Battlefield gibt es Soldaten, die sich ins Getümmel werden, Supporter oder auch Fernkämpfer. Jede der Klassen erhält unterschiedliche Waffen, die freigespielt werden können. In der Demo stand eine eingeschränkte Auswahl zur Verfügung. Zusätzlich kann der eigene Soldat mit Heldenkarten aufgewertet werden, sodass er beispielsweise mehr Schaden austeilt oder sich schneller von erlittenem Schaden erholt. Nicht nur die Fußsoldaten haben ein Upgrade erhalten. Gleiches gilt auch für Raumschiffe, mit denen sich die Spieler ins Gefecht stürzen. So gibt es hier schnelle, leicht gepanzerte Fahrzeuge oder wesentlich behäbigere Gefährte, die dafür umso heftiger zuschlagen können.

Ebenfalls zurück sind die Helden, die im Multiplayer gespielt werden können. War es in Battlefront eher dem Zufall überlassen, ob man eine Heldenkarte einsammelte, ist der Einsatz nun davon abhängig, wie viele Punkte der Spieler im Verlauf der Runde sammelt. Anfangs können Spezialeinheiten wie der schwergepanzerte Kampfdroide zum Einsatz kommen. Spart sich der Spieler die Punkte dagegen auf, kann er auf die legendären Filmhelden wie Luke Skywalker, Darth Maul oder Kylo Ren zugreifen. Natürlich halten die Helden mehr aus als die einfachen Soldaten und machen erwartungsgemäß zudem mehr Schaden. Helden gibt aber es nicht nur im Bodenkampf. Auch bei den Weltraumschlachten können Heldenfahrzeuge freigespielt werden. Wer sich also gut im Raumkampf anstellt, kann sich entsprechend in den Millenium Falcon oder die Slave I setzen, um dem Gegner so richtig einzuheizen.

Allein von der Atmosphäre her kann man erahnen, dass Battlefront 2 noch einmal eine ganze Schüppe drauf gelegt hat. Außerdem hat EA bereits verlautbaren lassen, dass sie auf kostenpflichtige DLCs oder einen Seasonpass verzichten wollen, wie es noch beim Vorgänger der Fall gewesen ist. Es darf trotzdem davon ausgegangen werden, dass EA einen Weg finden wird, dass die Spieler trotzdem noch Geld investieren werden. Wie genau das aussehen wird, wird sich in den nächsten Wochen vermutlich zeigen. Aus Sicht der Gamer wäre es zumindest wünschenswert, wenn sich die Spielerbasis nicht durch Einsatz weiterer Euros aufteilen würde. Auch wenn Battlefront 2 im November erst noch liefern muss, so hat die Demo auf der Gamescom keinesfalls die Vorfreude auf selbiges Spiel und schon gar nicht auf den neuen Film getrübt.

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