Sky Force Anniversary verpasst auf der Konsole sein Jubiläum um zwei Jahre

Sky Force ist ein Shooter-Spiel, das ursprünglich 2004 für Handys erschienen ist und nach zehn Jahren eine Geburtstagsedition verpasst bekommen hat, die wiederum auf Handys mit einem Free-to-Play-System daher kommt. Auf die Konsole schafft das Spiel dennoch nur mit einer weiteren Verspätung von zwei Jahren – interessanterweise aber immer noch mit dem Untertitel Anniversary. Auf dem Weg zur Konsole ist Sky Force Anniversary allerdings zu einem Spiel mit Kaufpreis, dafür ohne Mikrotransaktionen geworden. Ob der Wandel dem Spiel gut getan hat?

Sky Force Anniversary ist ein klassischer Vertikal-Shooter, in dem man in einem bewaffneten Raumschiff Platz nimmt und in neun Levels die Lufthoheit in Anspruch nimmt. Zu Beginn eines jeden Levels ist das eigene Raumschiff noch verhältnismäßig schwach bestückt und schießt nur in relativ niedriger Geschwindigkeit seine Geschosse gen Norden. Allerdings hinterlassen besiegte Gegner immer wieder Waffenupgrades, die Stärke und Frequenz der Standardwaffe erhöhen. Zudem hinterlassen alle besiegten Gegner und auch manche weitere Objekte in einem jeden Level goldene Sterne.

Diese Sterne dienen als Währung in einem Upgrade Shop. Denn neben den Upgrades, die man in den Levels findet, aber nur innerhalb des Levels ihre Gültigkeit bewahren, kann man sich auch permanente Upgrades für verschiedene Teile des eigenen Raumschiffs kaufen. Sei es die Panzerung, die Primärwaffe oder hinzu kaufbare Vorrichtungen wie eine Nebenwaffe oder ein Schild: Wer Sky Force Anniversary eine Zeit lang spielt, wird sein Schiff nicht mehr wieder erkennen. Allerdings geht diese Upgrade-Möglichkeit mit einem gewissen Preis einher, denn die Upgrades sind alles andere als optional. Tatsächlich wird man, wenn man einfach nur ein Level nach dem anderen bestreiten möchte, schnell feststellen, dass ohne Upgrades der erfolgreiche Abschluss späterer Level geradezu unmöglich ist.

Damit Sky Force Anniversary hierdurch nicht zu einem unerträglichen Grind erwächst – denn um alle Upgrades zu kaufen benötigt man zehntausende Sterne – haben die Entwickler jedes Level mit vier Missionen versehen, die zwar teilweise recht schwierig sind, in aller Regel aber mit der gleichen Schiffskonfiguration abgeschlossen werden können, mit der man das Level schlichtweg überlebt hat. Hat man alle Missionen abgeschlossen, kann man zudem eine schwierigere Version des Levels mit mehr gegnerischen Geschossen und höherem Schadenspotential der Gegner spielen. Schließt man wiederum alle Missionen ab, kann man sogar noch eine geradezu biestige dritte Variante des gleichen Levels freischalten.

Das grundlegende Gameplay macht eine Menge Spaß, ist schnell, aber dennoch überschaubar und gibt dem Spieler genug Raum, perfekte Runs erzielen zu können, ohne die Level komplett auswendig zu lernen. Tatsächlich ist die Jagd nach Sternen im Test nicht übermäßig negativ aufgefallen, man merkt allerdings schon, dass hier im Kern ein Ausmaß an Fleißarbeit vorgesehen war, das Spielern auf Dauer unangenehm werden kann. In der Konsolenversion sind die Kosten für die Upgrades allerdings recht gut mit den Missionen der Levels synchronisiert, so dass man stets noch etwas sinnvolles zu tun hat, während man auf Sternenjagd geht. Fans reiner Arcade-Action dürften durch die Upgrade-Mechanik dennoch ein wenig abgeschreckt werden. Da Sky Force Anniversary ansonsten spielerisch aber überzeugen kann, bleibt unter dem Strich eine Empfehlung für den Shooter.

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