Ein Blick auf Far Cry 5: Führt der Weg ins Paradies tatsächlich über Hope County?

Mittlerweile ist es fast drei Jahre her, seitdem von Ubisoft das letzte Hauptspiel der Reihe Far Cry veröffentlicht wurde. Im Gegensatz zum Ableger Far Cry Primal bewegt sich Far Cry 5 nun wieder in einem Setting der Gegenwart und sorgte bereits bei der Veröffentlichung des ersten Trailers für Aufsehen. Das galt vor allen Dingen für die USA, wo der neue Far Cry Titel spielen wird. Es geht dieses Mal in die fiktive Stadt Hope County im nördlichen Bundesstaat Montana.

Warum hat der Titel bereits vor Erscheinen, voraussichtlich im Februar 2018, für großen Aufsehen gesorgt? Das liegt vor allen Dingen daran, dass der neue Bösewicht einer religiösen, christlichen Sekte vorsteht, die dazu noch gewalttätig ist. Es scheint gerade einigen Amerikanern nicht ins Bild zu passen, dass ausgerechnet Christen als Antagonisten herhalten sollen. Ubisoft hat sich bisher durch die Proteste jedoch nicht von seinem Spielkonzept abbringen lassen und hat den Spielern auf der Gamescom die Möglichkeit geboten, Far Cry 5 anzuspielen.

Im Gegensatz zu anderen Far Cry Spielen können die Spieler den Protagonisten selbst kreieren, Geschlecht und Aussehen können frei gewählt werden. Bekannt ist dagegen die Auswahl an Waffen, die dem Protagonisten im Verlauf des Spiels bei der Befreiung von Hope County zur Verfügung stehen werden. Der Spieler kann sich zu Land, zu Wasser und in der Luft fortbewegen. Zusätzlich kann der Spieler mit Fortschreiten der Geschichte andere Mitstreiter rekrutieren, die ihm bei Missionen weiterhelfen können. So standen bei der Demo auf der Gamescom drei verschiedene Nebencharaktere zur Auswahl, mit denen man sich ins Abenteuer stürzen kann. Bereits die Demo deutet an, dass jeder der potentiellen Begleiter sein eigenes Set an Waffen haben wird und entsprechend unterschiedlich eingesetzt werden kann. Vermutlich werden sich diese Charaktere aber nicht anschließen, ohne dass man ihnen zuvor in irgendeiner Weise geholfen hat.

Der Spieler konnte u.a eine Scharfschützin mitnehmen, was vor allen Dingen dann hilfreich ist, wenn man sich selbst lieber ins Getümmel stürzt. Natürlich kann die Rollenverteilung auch genau anders herum sein. Die menschlichen Begleiter können den Spieler zusätzlich wieder beleben, wenn sie schnell genug sind. Das Prinzip funktionierte in der Demo nicht ganz überzeugend, da man möglicherweise auch wieder belebt wurde, wenn zahlreiche Gegner um einen herum standen. Meist ging der Held dann direkt wieder zu Boden. Die Demo bot zusätzlich auch die Möglichkeit, den Hund Boomer als treuen Gefährten an seiner Seite zu haben. Dieser hatte den Vorteil, dass er Feinde schon frühzeitig witterte und für den Spieler markierte. Das macht das Ausspähen wesentlich leichter. Natürlich hält der Hund nicht so viel aus und ist nur im Nahkampf wirklich effektiv.

In der spielbaren Demo musste der Spieler zunächst ein besetztes Gebiet zurückerobern und befreien. Dies ist kein wirklich neues Prinzip, sondern auch aus den Vorgängern bekannt. Ein Blick auf die Szenerie lässt bereits erahnen, dass die Leute, die sich hinter dem radikalen Prediger Joseph Seed versammelt haben, keine Andersdenkenden tolerieren und mit jenen kurzen Prozess machen, die sich nicht unterordnen wollen. Stellt sich der Spieler geschickt an, kann er die Geiseln ohne Verluste in der  Mission befreien. Ist die kleine Ortschaft erst einmal befreit, bietet sich im nahegelegenen Pub die Möglichkeit, mit einer der Anwohnerinnen zu sprechen. Daraufhin bekommt der Spieler den Auftrag, dem Piloten Nick Rye weiterzuhelfen, der ebenfalls Besuch von den religiösen Fanatikern hat. Gesagt, getan. Nachdem auch Nick aus der Klemme geholfen wurde, bittet er den Spieler mit Hilfe seines Flugzeugs zu ein paar Silos der Kultisten in die Luft zu jagen.

Auf den ersten Blick fühlt sich Far Cry 5 spielerisch an wie seine Vorgänger. Wesentliche Veränderungen waren in den rund 20 Minuten Spielzeit erst einmal nicht zu erkennen. Gebiete befreien, Leuten helfen, Anhänger der Gegenseite besiegen. Jene Elemente sind allesamt bekannt. Begleiter rekrutieren zu können, ist erst einmal ein nettes neues Feature. Es bleibt abzuwarten, inwiefern man im fertigen Spiel auf diese Nebencharaktere angewiesen sein wird und ob sie sich natürlich in die Story einfügen.

Graphisch weiss Far Cry 5 auf jeden Fall zu überzeugen. Die Landschaft sieht jetzt schon vielversprechend aus. Da die Weiterentwicklung bisher nicht gravierend zu sein scheint, wird Ubisoft vor allen Dingen über das Setting und die Rahmenhandlung kommen müssen, um Erfolg zu haben. Das Potential dazu ist in jedem Fall da. Wer sich schon einmal etwas mit dem Thema der Evangelikalen in den Vereinigten Staaten auseinander gesetzt hat, der weiss, dass die Hintergründe, derer sich Ubisoft bedient, nicht unrealistisch sind. Allemal in einer Gemeinde, die fernab von jeder amerikanischen Metropole ist. Die Franzosen scheuen sich definitiv nicht, ein solches Thema in den Mittelpunkt ihres neuen Blockbusters zu stellen. Ubisoft hat angekündigt, dass der Titel auch zusammen mit einem anderen Mitspieler gespielt werden kann. Es wird interessant zu sehen sein, ob dies in einem Far Cry Titel funktionieren wird. Die Demo auf der Gamescom konnte die Vorfreude auf Far Cry 5 durchaus entfachen.

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