Mit Astroneer werdet ihr auf den Konsolen zum Entdeckter im Weltraum

Seit einiger Zeit ist es auch auf Xbox One möglich, Spiele, die sich noch in der laufenden Entwicklung befinden, zu erwerben und so einen frühen, aber möglicherweise noch fehlerbehafteten Ersteindruck zu gewinnen. So geschehen auch bei Astroneer, das nun in einer Preview-Variante über den Xbox Live Marktplatz erworben werden kann.

In Astroneer spielt man einen Astronauten, der mit einer Kapsel auf einem fremden Planeten landet und diesen erkunden kann. Hauptinteraktionsmittel ist hierbei eine Art Terraforming-Staubsauger, mit dem man, genug Energie vorausgesetzt, die Geometrie des Planeten verformen kann. Hauptzweck dieses Geräts ist es, die zahlreichen Ressourcen, die die verschiedenen Planeten zu bieten haben, einzusaugen und anschließend zu verwenden, um immer weitere Teile des Planets oder gar anderer Planeten zu erschließen.

Dabei muss der Spieler allerdings stets einen wachsamen Blick auf seine Sauerstoffversorgung haben. Denn im Weltraum ist bekanntlich schlecht Atmen und daher ist man auf die Sauerstoffversorgung seines Raumanzuges angewiesen. Dieser wiederum hat eine recht geringe Sauerstoffkapazität und so muss der Spieler in regelmäßigen Abständen zu seiner Kapsel zurückkehren, um seinen Charakter wieder mit frischer Luft zu versorgen. Gelingt einem die Rückkehr rechtzeitig, so wird der aktuelle Spielfortschritt gespeichert, anderenfalls darf man seinem digitalen Alter Ego beim Ersticken zuschauen.

Die Spielwelt in Astroneer ist zufällig gestaltet, auf Basis eines Pseudozufallsgenerators, der aller Planeten des Spiels individuell zusammenstellt. Das bedeutet auf der einen Seite, dass jeder Spieler eine individuelle Spielwelt zu erkunden hat und vor allem bei erneutem Spielen eine andere Spielerfahrung zu erwarten hat, auf der anderen Seite schränkt das natürlich die Lenkungsmöglichkeit des Spielentwicklers etwas ein. In der Konsequenz ist die Spielwelt natürlich ein Stück weit beliebig und clevere Rätsel oder andere Dinge, die nur von einem vorausschauenden Designer in die Spielwelt eingepflanzt werden könnten, findet man in der Konsequenz natürlich nicht.

Spielerisch erinnert Astroneer insofern also an andere zufallsbasierte Entdeckerspiele wie Minecraft oder No Man’s Sky. Was Astroneer, abgesehen von der Sauerstoffmechanik von der Konkurrenz abhebt, ist aber sein ungewöhnlicher optischer Stil. Mit einer 3D-Optik mit einer geringen Zahl an Polygonen, sowie primitiven Texturen erinnert das Spiel ein wenig an klassische 3D-Spiele auf dem Sega Saturn oder noch früher. Gleichzeitig ist die Spielwelt allerdings natürlich ungleich komplexer und umfangreicher, als es zur damaligen Zeit möglich gewesen wäre.

Astroneer ist, wie schon Minecraft, ein Spiel vor allem für fleißige und geduldige Spieler, die mit wiederkehrenden, einfachen Tätigkeiten in Spielen kein Problem haben und sich an den kreativen Möglichkeiten eines digitalen Sandkastens erfreuen. Die Herausforderungen in Astroneer muss jeder Spieler sich selbst suchen und nur wer genug Neugierde für zufällig gestaltete Planeten mit bringt, wird Astroneer etwas abgewinnen können.

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