Her Majesty’s Spiffing schickt euch auf den Konsolen zu den Sternen

Großbritannien ist auf dem Weg in die innereuropäische Isolation, Grund genug, sich zu überlegen, was passiert, wenn den Briten ein Austritt aus der EU nicht mehr genug ist, sondern gleich ein Ausstieg aus der planetaren Gemeinschaft notwendig erscheint. In Her Majesty’s Spiffing hat die Königin den endgültigen Brexit von der gesamten Erde verkündet und hebt mitsamt des vereinigten Königreichs ab um im Weltall vor anderen Menschen sicher zu sein. Noch stärker in die Isolation gerät ein kleines Raumschiff mit gerade einmal zwei Insassen, einem erfahrenen Weltraumpiloten und einem talentierten aber hochnäsigen jungen Leutnant.

Der Spieler schlüpft in Her Majesty’s  in die Rolle des leicht ungelenken Weltraumveteranen und muss nach einer Reihe von Malheurs dafür sorgen, dass das eigene Raumschiff wieder flott gemacht wird. Spielerisch handelt es sich bei Her Majesty’s Spiffing um ein klassisches Point & Click-Adventure, das allerdings mit einer direkten Steuerung für den Hauptcharakter daher kommt. Wie im Genre üblich, muss man seine recht überschaubare Umgebung durchsuchen, um allerlei hilfreiche Gegenstände in sein Inventar aufzunehmen, zu kombinieren und dann am rechten Fleck einzusetzen.

Im Mittelpunkt des Spiels steht dabei klar der unterhaltsame Humor samt zahlreicher Science-Fiction.-Anspielungen, vorrangig auf Star Trek, aber auch auf andere Reihen, wie beispielsweise die britische Langzeitserie Doctor Who. Die Rätsel hingegen sind eher simpler Natur und sollten keinen Spieler für längere Zeit vor ein Problem stellen. Das einzige Problem, das dem Spieler realistisch erwachsen kann, ist, dass er einen Hotspot im Spiel übersieht und dadurch einen entscheidenden Gegenstand nicht erhält. Allerdings ist es meistens ziemlich offensichtlich, was man als nächstes erreichen muss und was einem hierzu fehlt, so dass selbst in solchen Fällen ein kurzer konzentrierter Blick in alle erreichbaren Räume das Problem beseitigen dürfte.

Auffällig ist, dass Her Majesty’s Spiffing ziemlich kurz geraten ist. Höchstens zwei Stunden dürfte ein durchschnittlicher Spieler mit dem Spiel zubringen, bevor das Ende der Geschichte erreicht ist. In dieser Zeit kann Her Majesty’s Spiffing zwar gut unterhalten, in Anbetracht des Preises dürfte das aber dennoch für den einen oder anderen Spieler zu knapp bemessen sein. Hinzu kommt, dass die technische Umsetzung ein wenig zu wünschen übrig lässt. Das Charakter-Design und auch das Umgebungsdesign sind zwar sehr ansehnlich, das andauernde Tearing sollte aber bei einem so statischen Spiel wirklich nicht sein. Insgesamt ist Her Majesty’s Spiffing ein unterhaltsames, aber kurzes Vergnügen, das vor allem Spielern gefallen dürfte, die auf den skurrilen Humor des Spiels ansprechen.

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