One Hundred Ways: Knobelspiel mit Kugel

Kugeln über gefährliche Kurse zu lenken ist durch Marble Madness und die Super Monkey Ball-Serie keine sonderlich ungewohnte Idee mehr. Zumeist wird dieses Szenario aber als Grundlage für ein Geschicklichkeitsspiel verwendet. In One Hundred Ways sollen hingegen die grauen Zellen anstatt der Fingerfertigkeit auf die Probe gestellt werden, hat der Spieler doch keinerlei unmittelbare Kontrolle über seine Kugel.

Ähnlich wie aus vielen Physik-basierten Rätselspielen, oder auch dem Dreamcast Klassiker Chu Chu Rocket, bekannt, muss der Spieler in One Hundred Ways Bausteine aus einem überschaubaren Arsenal an Objekten im Level platzieren, bevor er die Kugel auf ihren Weg schickt. Die Kugel kullert anschließend unbeirrt geradeaus, bis ein Levelobjekte – entweder vom Spieler platziert, oder aber Teil des Leveldesigns – die Kugel umlenkt. Standardmäßig gibt es in jedem Level eine gewisse Zahl an Hindernissen, die die Kugel in den Abgrund statt in Richtung Ziel schicken sollen.

In der Bauphase muss der Spieler also die Hindernisse genau analysieren und seine Bausteine durchdacht platzieren, um eine ungestörte Fahrt zum Ziel zu ermöglichen. Teilweise ist allerdings eine gehörige Portion Trial & Error von Nöten, nicht immer ist nämlich gleich ersichtlich, wie stark sich einzelne Hindernisse auswirken. So kann es beispielsweise in manchen Situationen ausreichen, einen Beschleuniger vor zwei Ventilatoren zu platzieren, um deren Wirkungsfeld zu entgehen, in anderen Konstellationen hingegen wird das zweite Hindernis dennoch zum Verhängnis.

Grundsätzlich machen die Rätsel in One Hundred Ways eine ganze Menge Spaß, allerdings muss man als Konsolenspieler mit einer alles anderen als angenehmen Steuerung Vorlieb nehmen. Die Steuerung ist komplett auf eine Maus- oder Touchscreen-Eingabe ausgelegt und die Controller-Eingaben sind im Ergebnis unnötig hakelig und nervig. Jedes Mal, wenn man ein Bauteil auswählen möchte, muss man sich durch das Menü zu den Bauteilen bewegen was bei einer größeren Zahl an Bauteilen ziemlich nervig werden kann, besonders, wenn man einige Male herumprobieren muss, bevor man die Lösung eines Rätsels entdeckt. Eine subtilere Menüsteuerung mittels der Schultertasten wäre in jedem Fall angemessen gewesen.

One Hundred Ways ist ein unterhaltsames, wenngleich auf der Konsole nicht unbedingt ideal spielbares Rätselspiel. Wer über die Steuerungsprobleme und gelegentliches Trial & Error hinweg sehen kann, dürfte aber eine Menge Spaß mit One Hundred Ways haben können.

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