Energy Cycle fordert die grauen Zellen heraus

Rätselspiele stehen und fallen für gewöhnlich mit ihrer initialen Idee. Die Idee hinter einem guten Rätselspiel sollte simpel sein, aber viele unterschiedliche Variationen zulassen. Sie sollte einen variablen Schwierigkeitsgrad und eine schrittweise Eskalation der Anforderungen ermöglichen. Energy Cycle für Xbox One erfüllt auf jeden Fall das erste Kriterium: Die Idee ist simpel. Doch kann Energy Cycle auch in der Gesamtheit überzeugen?

In Energy Cycle dreht sich alles um das Umfärben von Kugeln, die in einem unvollständigen Gitter angeordnet sind. Jedes Level besteht aus einer gewissen Zahl an Kugeln, die in großen Linien angeordnet sind. An bestimmten Stellen kreuzen sich diese Linien und die Kugeln sind mit verschiedenen Farben versehen. Der Spieler kann nun mit dem Analogstick eine Kugel auswählen und per Knopfdruck die gesamte Linie, auf der die Kugel liegt, umfärben. Dabei sind die Farben geordnet und jede Kugel wechselt zur nächsten Farbe in dieser Ordnung. Wichtig ist zudem, dass die Linie, auf der eine Kugel sich befindet, nicht unbedingt eindeutig ist. Liegt eine Kugel auf einer Kreuzung, so befindet sie sich auf zwei Linien und entsprechend werden auch die Kugeln auf beiden Linien umgefärbt – die Kugel auf der Kreuzung wird dabei allerdings nur ein Mal umgefärbt.

Ziel des Spiels ist es nun, in möglichst wenigen Umfärbeschritte alle Kugeln des Gitters in der gleichen Farbe einzufärben. Welche Farbe man hierzu wählt, ist dem Spieler überlassen, wichtig ist nur, dass jede Kugel im Level die gleiche Farbe trägt. Zu Beginn des Spiels sind nur wenige Klicks notwendig, um die gewünschte Färbung zu erreichen, doch schnell wird das Unterfangen durch Kreuzungen und komplexer werdende Kreuzungsstrukturen fordernder. Ein wenig eigenartig ist allerdings der Umstand, dass man den Cursor unabhängig von den Kugeln über das gesamte Raster bewegen und so auch auf Positionen absetzen kann, die keine Funktion erfüllen. Hier wäre ein intuitiveres Steuerungssystem hilfreich gewesen.

Energy Cycle bedarf einiges an Konzentration, wenn man in einer annehmbaren Zahl an Umfärbungsschritten die fortgeschrittenen Level im Spiel abschließen möchte. Allerdings sind die Tricks, die man nach etwa einem Drittel des Spiels erlernt hat, im Grunde genommen ausreichend, um auch die komplexeren späteren Rätsel erfolgreich abzuschließen. Ähnlich wie in Picross zählt dann vor allem, die Übersicht über die komplexer werdenden Strukturen zu behalten.
Abschließend ist zu sagen, dass Energy Cycle ein simples, aber unterhaltsames Rätselkonzept bietet, das einige gute Stunden Rätselspaß bieten kann. Das Interface könnte ein wenig intuitiver und der Spielumfang höher sein, aber wer Rätselspiele mag, wird mit Energy Cycle sicherlich auf seine Kosten kommen.

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