Enter the Gungeon kombiniert Dungeon Crawler und Twin-Stick-Shooter

Dungeon Crawler setzen in aller Regel schwerpunktmäßig auf Nahkampfwaffen. Doch Enter the Gungeon kombiniert das Dungeon Crawler Konzept nun mit einem Twin-Stick-Shooter. Wie dem Namen nach also schon zu vermuten, rüstet man sich in Enter the Gungeon mit Schusswaffen aus und schießt aus der Vogelperspektive unzählige Widersacher über den Haufen.

Trotz der ungewöhnlichen Kombination aus Shooter und Dungeon Crawler bleibt Enter the Gungeon dem grundlegenden Konzept des Genres treu. Das bedeutet, dass die einzelnen Dungeons im Spiel von einem Zufallsgenerator zusammengesetzt werden, genauso wie die Waffen, die man im Spiel findet, sowie die Gegnerkonstellationen. Darüber hinaus gilt hier wie in der Realität: Wer einmal sein Leben lässt, der kehrt nicht mehr zurück. Nach einem Game Over muss man das Spiel wieder komplett von vorn beginnen.

Im Vergleich zu vielen anderen Spielen dieser Machart haben die Entwickler von Enter the Gungeon sich viel Mühe gegeben, die zahlreichen im Spiel versteckten – respektive zufällig verteilten – Waffen mit viel Eigenständigkeit und ein wenig Humor auszustatten. So unterscheiden die Waffen sich in ihrer Feuerfrequenz, in der Streuung ihrer Projektile und sogar in Hinblick darauf, ob sie nachgeladen werden müssen. Insofern fühlen sich zusätzliche Waffen nicht an, als würde man einfach nur irgendwelche statistischen Werte ein wenig ändern, sondern tatsächlich ein ganz eigenständiges Mordinstrument finden. Auch in Hnblick auf die Ausgestaltung der Waffen haben die Entwickler einiges an Kreativität bewiesen. Besonders kurios war die Waffe, die aussah wie ein kleines „r“ und in ziemlich hoher Frequenz Buchstaben ausgestoßen hat, die das Wort „bullet“ formten. Ähnlich kreative Einfälle finden sich immer wieder im Spiel.

In Hinblick auf das Leveldesign lässt sich sagen, dass dieses im Vergleich zu manch anderem Dungeon Crawler mit zufällig generierten Levels ein wenig mehr zu bieten hat und zunächst tatsächlich jedem Raum eine individuelle Note geben. Nichtsdestotrotz bedeutet dieser Ansatz natürlich, dass jeder Raum nur als Schauplatz für neuerliches Geballere dient. Darüber hinaus leidet auch Enter the Gungeon unter den üblichen Balance-Schwierigkeiten. Da kein menschlicher Entwickler Hand an die einzelnen Level gelegt hat, bevor sie dem Spieler vorgesetzt werden, variiert der Schwierigkeitsgrad recht wild und der Erfolg hängt neben dem eigenen spielerischen Geschick eben auch sehr stark von Zufallselementen ab.

Enter the Gungeon ist eine interessante Mischung mit ziemlich ordentlichem Waffendesign und einem erfreulich flexiblen Generator für Levels. In Anbetracht der aktuellen Masse an Dungeon Crawlern gelingt es Enter the Gungeon auf löbliche Weise, sich spielerisch hervorzutun und gleichzeitig auch optisch mit einer liebevoll gestalteten 2D Optik zu glänzen.

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