Demon’s Crystals kombiniert Fantasy und Twin-Stick-Shooter

Twin-Stick-Shooter mit Bewegungsfreiheit entlang zweier Achsen sind seit Geometry Wars weitgehend fest an Weltraum-Thematik gebunden. Demon’s Crystals geht nun einen etwas anderen Weg und kombiniert das actionreiche Shooter-Gameplay mit einer Fantasy-Thematik.

In Demon’s Crystals schlüpft man in die Rolle einer von vier weiblichen Dämonen und schießt sich in 36 Levels durch Horden von gegnerischen Kreaturen. Das grundsätzliche Gameplay entspricht im Wesentlichen dem, das man von Geometry Wars und seinen unzähligen Klonen her kennt, das heißt, dass man mit dem linken Analogstick seinen Dämon in jede beliebige Richtung bewegen kann und gleichzeitig unabhängig davon mit dem rechten Analogstick zielen und schießen kann. In hoher Frequent schießt man tödliche Salven auf unzählige nicht minder schießwütige Widersacher und sammelt gleichzeitig Erfahrungspunkte, die dazu dienen, den jeweiligen Dämon aufzuleveln und so zu einer noch potenteren Schützin werden zu lassen.

Dadurch, dass man sich in Demon’s Crystals auf dem Boden entlang bewegt, muss man aber nicht nur auf die Position der Gegner achten, sondern zudem auch Umgebungshindernisse in Betracht ziehen. Beispielsweise können Häuser und Zäune den eingeschlagenen Weg blockieren und den Spieler so, wenn er unachtsam ist, im Schussfeld der Gegner halten, während er vergeblich versucht, eine bestimmte Fluchtrichtung einzuschlagen. Da die Lebensenergie in Demon’s Crystals relativ knapp bemessen ist, stellt das ein signifikantes Risiko dar.

Jedes Level läuft in zwei bis drei Phasen ab, die jeweils mit einem Zeitlimit und einer Zielvorgabe daher kommen. Binnen des Zeitlimits muss man eine gewisse Zahl an Diamanten, die auf dem Boden verstreut sind, auflesen, oder aber eine vorgegebene Zahl an Gegnern besiegen. Zwischen den Phasen eines Levels wird die Lebensenergie nicht aufgefüllt, in der Regel wechselt aber der Typ von Aufgabe den man erfüllen muss. Die Schwierigkeit kommt in Demon’s Crystals allerdings weniger daher, die Aufgaben im Zeitlimit zu erfüllen – das ist durchweg trivial – sondern, zu überleben. Die Lebensenergie ist relativ knapp bemessen und das Level kann schon recht schnell mit gegnerischen Geschossen geflutet werden.

Im Einzelspielermodus ist Demon’s Crystals ein gewöhnlicher Twin Stick Shooter ohne große Überraschungen, selbst die Spezialfähigkeiten, die man im Level auflesen kann, sind fast identisch zu denen in Geometry Wars. Allerdings hat Demon’s Crystals noch einen lokalen kooperativen Mehrspielermodus für bis zu vier Spieler, der dem Spiel eine gewisse Eigenständigkeit gibt und viel Spaß macht – wenn man denn ein waches Auge hat, denn mit vier Spielern, die alle eine riesige Menge an Geschossen in dem Level verteilen und einer Kamera, die dann noch etwas weiter herausgezoomt ist, ist es schwierig, sich zu orientieren und zu sehen, welchen Geschossen man ausweichen muss und welche harmlos sind.

Demon’s Crystals lohnt sich vor allem für Spieler, die gerne eine kooperative Variante von Geometry Wars spielen möchten. Dieser Modus ist zwar ein wenig konfus, aber durchaus gelungen, wohingegen der Einzelspielermodus deutlich aufgeräumter, aber auch einfallslos wirkt. Nichtsdestotrotz, Demon’s Crystals macht alleine und zu mehreren Spielern viel Spaß und dürfte jeden Freund von Twin-Stick-Shootern gut unterhalten.

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