Worms W.M.D bringt die Würmer auf die Xbox One

Würmer. Das sind nun nicht gerade die Lieblingstiere vieler Menschen und dennoch freuen sich so viele Menschen, wenn sie in ihre Wohnzimmer einziehen. Schon klar, was soll man denn mit Würmern? Die sind doch langweilig und man kann nicht mal erkennen wo vorne und hinten ist. Aber das ist ein ganz altes Vorurteil. Manche können sogar Hüpfen und Bomben werfen. Noch nie gesehen? Dann wird es aber Zeit! Daher direkt mal die gute Nachricht vorweg: Man muss nicht im Dreck buddeln, um sich diese kleinen Tierchen nach hause zu holen. Ein Gang ins Videospielgeschäft reicht da völlig! Ob es sich für euch auch wirklich lohnt, zeigt euch unser kleiner Test zum neuesten Ableger der traditionsreichen Worms-Reihe.

Wer mit Worms noch nicht vertraut sein sollte, für den gibt es hier eine Zusammenfassung des Prinzips: Ganz einfach gesagt, der Spieler ist ein blutdurstiger Wurm. Nein, das soll keine Beleidigung sein, sondern eine Feststellung. Je nach Mission kämpft man als einsamer Wurm gegen eine Armee feindlicher Krabbler um das nackte Überleben oder in einer Mannschaft. Abwechselnd haben die Teams 60 Sekunden Zeit ihren ausgewählten Wurm in Position zu bringen und anzugreifen. Ziel ist es immer zu überleben und so viele feindliche Würmer über die Wupper zu befördern wie möglich. Dafür hat man ein ganzes Arsenal an Waffen zur Vefügung, die einem aber nach und nach ausgehen und man daher besser vorsichtig damit umgehen sollte. Neben Pistolen, Bazooka und Baseballschläger kann man auch Schafe, die umherrennen und plötzlich explodieren oder – Hallelujah! – Die Heilige Granate verwenden, um ein Loch in die Landschaft zu reißen. Zwischen den Runden kann man auch noch neue Waffen anfertigen oder alte auseinandernehmen und recyclen, um das eigene Inventar auszubauen.

Klingt öde? Das Gameplay ist vielleicht stumpf, allerdings bringt das Spiel eine große Ladung Humor mit sich und jede Menge Nebenmissionen, die manches Mal gar nicht so leicht zu erfüllen sind. Jeder Move wird von den Würmern kommentiert, wobei diese Sprüche immer zu einem festgelegten Sprachstil gehören der zum Glück einen recht umfangreichen Fundus beinhaltet. Aber auch optisch lassen sich die Kämpfer anpassen. Im Verlauf des Spiels erhält man immer wieder Verkleidungsitems, die ausgewechselt werden können, allerdings bieten sie nur einen kosmetischen Wert. Im Singleplayer kann Worms W.M.D nach einiger Zeit vielleicht monoton wirken, aber hier tritt der Multiplayer an. Am meisten Spaß macht es nämlich, wenn man mit Freunden lokal oder Fremden online spielt und so richtig die Sau rauslassen kann. Je kreativer die Art des Todes eines oder mehrerer gegnerischen Feindwürmer ist, desto größer ist das Erfolgserlebnis.

Die Spielmodi teilen sich in drei Kategorien auf: Einem umfassenden Tutorial, einem Herausforderungsmodus und dem Kampagnenmodus. Erfahrene Worms-Spieler können sich das Tutorial schenken und sofort einsteigen. Das Spiel kommt mit einer Reihe vorgefertigter Settings, die gespickt sind mit Healthpacks, Monition, Minen und leicht entflammbaren Ölfässern. Darüber hinaus gibt es auch stets die Möglichkeit eine Runde im Meer Baden zu gehen, nur sollte man bedenken, dass Würmer nicht schwimmen können. Leerstehende Häuser bieten einen hervorragenden Schutz vor Nahkampfattacken und Kurzstreckenwaffen wie Pistolen, jedoch auch ein schönes Ziel für Luftangriffe und Bunkerbomben. Jede Position hat seinen Vor- und Nachteil und es gehört hin und wieder auch ein wenig strategisches Geschick dazu seine Gegner auszuschalten ohne Schaden zu nehmen und andere Missionsziele zu erreichen.

Dabei helfen in diesem Teil aber nun auch schwere Geschütze. Nicht nur Scharfschützenvorrichtungen, sondern auch stark bewaffnete Helikopter und der ein oder andere Panzer steht schon mal bereit zum Einnehmen und Würmerwalzen. Diese Neuerungen sind aber meistens so übermächtig, dass auch mal der Spaß auf der Strecke bleibt. Manchmal jedoch ist es geradezu befriedigend, wenn man mit einem Angriff die komplette gegnerische Mannschaft niederstreckt. Und wenn man dabei den einen oder anderen eigenen Mitstreiter verliert bleibt einem nichts weiter als Schulterzucken. Ein bisschen Schwund ist immer.

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