Wilde Hüpferei mit dem Indie-Titel HoPiKo für zwischendurch

Videospielkonsolen können ein zuverlässiger Quell der Freude sein, solange sie technisch in einwandfreiem Zustand sind. Leider ist diese Bedingung aber nicht immer zwingend erfüllt. In HoPiKo werden Konsolen – dem optischen Erscheinungsbild nach zu urteilen Xbox-Konsolen der ersten Generation – von gefährlichen Viren heimgesucht und wenn die HoPiKo sich dieser fiesen Gesellen nicht fix annehmen, wird der Spielspaß der Konsolenbesitzer unweigerlich in die Knie gehen.

Die Geschichte HoPiKos nimmt natürlich nur einen sehr kleinen Rahmen im Spiel ein und wird abseits der Introsequenz kaum jemals im Spiel thematisiert. Stattdessen dreht sich alles um das simple, aber anspruchsvolle Gameplay. HoPiKos sind nämlich wahre Meister des Sprungs und mit dem rechten Analogstick kann man sie in Windeseile von ihrer aktuellen Plattform in jede Himmelsrichtung abspringen lassen. Ziel des Spiels ist es, in Häppchen von jeweils fünf einen Bildschirm umfassenden Levels mit seinem HoPiKo in den Virus hineinzuspringen, der das aktuelle Level heimsucht, um ihn so zu zerstören. Nur wenn man alle fünf Level am Stück erfolgreich abschließt, wird der Erfolg als solcher verbucht, scheitert man beispielsweise im dritten Level, muss man sofort beim ersten Level des aktuellen Levelpakets neu beginnen.

Zum Unglück der HoPiKo ist es allerdings nicht sonderlich einfach, den Virus in der Konsole zu erreichen. Zahlreiche Hindernisse wie Strahlen versperren den HoPiKo den Weg. Zudem müssen die HoPiKo immer auf einer Plattform landen, wenn sie abspringen. Springen sie nicht zu einer Plattform, so fliegen sie aus dem Bildschirm und das jeweilige Level ist verloren. Zu allem Überdruss lösen sich die Plattformen unter den HoPiko mit der Zeit auf, was zur Folge hat, dass die HoPiKo stets in Bewegung bleiben müssen.

Spielerisch ist HoPiKo im Grunde genommen eine variantenreichere, schnelle Variante der Fassschussabschnitte aus den Donkey Kong Country-Spielen. So kann der Spieler sich von Plattformen mit dem Analogstick in einem Radius von etwa 180° frei abschießen, kann aber zudem mit RB auch orthogonal abspringen. Manche Levelobjekte fungieren unmittelbar als Fass und können nur orthogonal verlassen werden, in diesen Fällen zählt vor allem das Timing auf Basis ihrer Bewegung oder der Levelumgebung.

Die Spielgeschwindigkeit in HoPiKo ist enorm hoch und fordernde Zielzeiten sorgen zudem für Langzeitmotivation. Die knappe Reaktionszeit und die bisweilen erstaunlich hohe Reaktionsgeschwindigkeit, der es bedarf, um ein Level erfolgreich abzuschließen, sorgen dafür, dass HoPiKo ziemlich anspruchsvoll ist. Schon früh im Spiel ist selbst das reine Überleben eines Levels eine echte Herausforderung. Die simple, reaktive Steuerung sorgt allerdings dafür, dass man stets voll motiviert bleibt und HoPiKo eine Menge Spaß macht. Einzig gelegentliche unverständliche Tode fallen negativ ins Gewicht.

HoPiKo ist ein anspruchsvolles, motivierendes Geschicklichkeitsspiel mit einer hohen Spielgeschwindigkeit und biestigem, aber durchdachten und unterhaltsamem Leveldesign. Wer einen schnellen Daumen besitzt und Spaß an simplen, aber fordernden Spielmechaniken hat, sollte HoPiKo auf jeden Fall eine Chance geben – es hat sie verdient.

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