Mantis Burn Racing bietet gelungene Top-Racer-Kost für zwischendurch

Wenngleich ich grundsätzlich Top-Down-Racern eine Menge abgewinnen kann – Rock ’n’ Roll Racing gehört für mich zu den besten Mega Drive Spielen – ist meine Vorfreude auf neue Top-Down-Racers in den letzten Monaten etwas abgeflaut. Die grauenvolle Rock ’n’ Racing-Serie, die zuletzt in mehreren Teilen auf dem Xbox Marktplatz erschienen ist, hat einen allzu bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Mantis Burn Racing stößt nun in die gleiche Richtung, allerdings ungleich gehaltvoller.

In Mantis Burn Racing steuert man, wie der Leser möglicherweise bereits aus der Einleitung entnommen haben dürfte, einen Rennwagen aus der Vogelperspektive über zahlreiche Rennstrecken. Interessanterweise haben die Entwickler sich allerdings für eine dynamische Kamera entschieden, die sich entsprechend der Orientierung des Rennwagens mitdreht. Das bedeutet, dass man, wie in einem klassischen Rennspiel auf dem Bildschirm nach links fährt, wenn man nach links drückt und sich keine Gedanken darüber machen muss, wie der Wagen gerade orientiert ist.

Abseits dessen konzentriert sich Mantis Burn Racing auf die absoluten Basics eines Rennspiels. Der Spieler kann im Grunde genommen nur Gas geben, lenken, bremsen – aber wer will das schon – und boosten. Es gibt keinerlei Waffen und auch sonst keine Angriffstechniken, stattdessen entscheidet ausschließlich das fahrerische Geschick über den Erfolg im Spiel. Die Rennen im Spiel sind in mehrere Grand Prix-Klassen unterteilt, die schrittweise in einer angenehmen Schwierigkeitskurve anspruchsvoller werden. Jeder Grand Prix ist in mehrere Teilmissionen unterteilt, die man unabhängig voneinander spielen kann. Neben einem Hauptpfad, den man von vorne nach hinten bestreiten muss, gibt es zusätzlich Alternativmissionen, die nicht zwingend absolviert werden müssen, einem den weiteren Spielfortschritt aber erleichtern können.

Um in Mantis Burn Racing voranschreiten zu können, reicht es nämlich nicht aus, in jedem Rennevent die Nase vorn zu haben. Stattdessen gibt es in jedem Rennevent drei Aufgaben zu erfüllen, die jeweils mit einem, zwei oder drei Tokens entlohnt werden. Diese Tokens dienen als Schranken innerhalb der Karriere, die weitere Missionen blockieren können. Zwar erhält man für einen Sieg in einem Rennen durchaus die meisten Tokens, doch wer alle Tokens sammeln möchte, sollte auch einen Blick auf die Zusatzaufgaben werfen, die beispielsweise einen Drift über eine bestimmte Länge oder einen Sprung über eine gewisse Länge verlangen können.

Was Mantis Burn Racing sehr positiv aus den Indie-Rennspielen hervorstechen lässt, sind vor allem zwei Dinge: Das sehr gelungene Handling, das dafür sorgt, dass es schlichtweg Spaß macht, über die Strecken des Spiels zu fahren, sowie die Vielfalt der Missionen. Wenngleich die Missionen im Grunde genommen klassischen Mustern wie Einzelrennen, Eliminationsrennen oder Zeitrennen folgen, sind die Missionstypi wohlüberlegt positioniert, um eine gelungene Dramaturgie auf den einzelnen Strecken zu schaffen.

Mantis Burn Racing ist ein sehr gelungenes Top Down-Rennspiel, das mit einer tollen Spielmechanik und gelungenem Streckendesign zu überzeugen weiß. In Anbetracht dessen, dass arcadige, streckenbasierte Rennspiele auf der Xbox One eine absolute Seltenheit sind, fällt es besonders leicht, für Mantis Burn Racing eine klare Kaufempfehlung auszusprechen.

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