Dogos bietet Weltraum-Action im Arcade-Stil

Weltraum-Shooter gibt es in allerlei Ausprägungen. Sei es der Autoscroller-Bullethell-Typ wie beispielsweise R-Type, Dual Analog-Shooter a là Geometry Wars, oder auch eher simulationslastige Weltraum-Shooter, die Auswahl ist – derzeit vorrangig auf den Downloadplattformen – gewaltig. Dogos versucht nun ein wenig frischen Wind in das Genre zu bringen und mischt Dual Analog-Steuerung mit Missionsbasiertem Freiflug-Shooter. Ob das Experiment gelungen ist, lest ihr im Test.

In Dogos übernimmt man die Kontrolle über ein Raumschiff, das im Laufe des Spiels mit verschiedenen Waffensystemen und Skins ausgestattet werden kann. Die verschiedenen Waffensysteme unterscheiden sich in ihrer Angriffsstärke und Schussfrequenz und untergliedern sich in Luft- und Bodenwaffen. Jeweils eine Waffe von jedem Typ nimmt der Spieler mit ins Gefecht. Ähnlich wie im NES-Klassiker Xevious muss man nämlich sowohl Gegner in der Luft, als auch am Boden ins Visier nehmen. Mit dem linken Analogstick steuert man in Dogos sein Schiff in alle Himmelsrichtungen, während man mit dem rechten Analogstick die Ausrichtung des Schiffs wählen kann. Die Schultertasten ermöglichen es schließlich, in die Offensive zu gehen. Mit RT greift man Gegner in der Luft an, wohingegen LT dazu dient, Gegner auf dem Boden anzugreifen.

Grundsätzlich ist die Möglichkeit, Bewegungsrichtung und Ausrichtung des Raumschiffs unabhängig voneinander zu steuern, eine interessante Idee, allerdings sorgt das, im Zusammenspiel mit den recht dünnen Geschossen, dafür, dass es recht schwer fallen kann, seine Gegner aufs Korn zu nehmen. Besonders am Boden befindliche Gegner sind oftmals etwas schwierig zu treffen und können den Schwung aus dem Spiel nehmen. Die Level im Spiel sind relativ offen gestaltet, ermöglichen dem Spieler also eine Bewegung in jede Himmelsrichtung, gleichzeitig wird durch die vorgegebenen Missionen in jedem Level ein wenig Struktur geschaffen.

Für Abwechslung sorgen die zwei verschiedenen Flugmodi, denn neben dem vorrangigen Freiflugmodus gibt es auch einen rasanten Autoscroll-Modus, in dem das Luftschiff in einem hohen Tempo durch einen linearen Abschnitt des Levels fliegt und der Spieler mit Hilfe der Rotation des Fluggeräts Gegnern und Wänden ausweichen und so unliebsame Kollisionen verhindern muss. Fehltritte in diesen Abschnitten werden mit einem unmittelbaren Tod bestraft. Gegentreffer hingegen kann man sehr viele eintreffen, bevor das Raumschiff explodiert.

Leider ist das Missionsdesign recht langweilig und die Level wirken einander oftmals zu ähnlich. Die etwas kompliziertere Steuerung verhindert zudem, dass der in Arcade-Shootern so wichtige Spielfluss ungehemmt eintreten kann. Dass zum Ausgleich die Lebensenergieleiste des eigenen Raumschiffs äußerst beständig befüllt bleibt, verhindert zwar allzu großen Frust, der Spielspaß kann aber dennoch nicht die Höhen erreichen, die man von den besten Vertretern des Genres gewohnt ist. Dogos ist insgesamt ein ordentlicher, ungewöhnlicher, aber nicht herausragender Weltraum-Shooter, der vorrangig für Genre-Fans interessant sein dürfte.

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