Scalebound: Action-Kost aus dem Hause Platinum Games auf einem neuen Level?

Wer gute Action-Games mit Third-Person-Perspektive sucht, kommt kaum an dem japanischen Entwickler Platinum Games vorbei. Die Japaner haben in den vergangenen Jahren einen Lauf hingelegt, der sich sehen lassen kann. Sie haben die Formel für diese Art von Action-Spielen nahezu perfektioniert und einen großen Anteil daran hatte Designer Hideki Kamiya. Der exzentrische Entwickler und Twitter-Troll hat schon mit Viewtiful Joe bewiesen, wie ein Action-Titel auszusehen hat. Sein aktuellstes Projekt, Scalebound, das für die Xbox One entsteht, stellt seine bislang umfangreichste Arbeit dar. Wir hatten auf der diesjährigen gamescom die Gelegenheit, Kamiya zu treffen und uns einen besonderen Aspekt des Titels zeigen zu lassen.

Scalebound erzählt die Geschichte des Helden Drew, der zusammen mit seinem Drachen Thuban in der Welt Draconis ein episches Abenteuer erlebt. Einzelgänger Drew ist auf magische und mystische Art und Weise an den stolzen Drachen Thuban gebunden. Ähnlich wie Drew ist er ebenfalls ein Einzelgänger, wenn auch nicht ganz freiwillig. Er ist der Letzte seiner Art und beide Charaktere müssen zusammenarbeiten, um die gemeinsame Reise heil zu überstehen. Stirbt der eine, trifft das Schicksal ebenfalls den anderen. Doch worum es im Detail geht, da schweigen sich sowohl der Entwickler als auch Publisher Microsoft noch aus. Stattdessen präsentieren beide Unternehmen bislang nur einzelne Gameplay-Elemente. Wurde im letzten Jahr die Singleplayer-Mechanik auf der gamescom gezeigt, stand dieses Jahr der Mehrspielermodus inklusive der Drachenentwicklung auf der Agenda.

Im Laufe des Spiels erhält der Spieler die Möglichkeit, Thuban in eine bestimmte Richtung zu entwickeln. Welche das ist, bleibt dem Spieler überlassen. Je nachdem, welcher Spielstil besser zu einem passt, lässt sich Thuban als Tank, Allrounder oder Wywern ausbilden. Das hängt davon ab, wofür die gesammelten Erfahrungspunkte genutzt werden. Es sind auch Hybridformen möglich. Zusätzlich kann der mächtige Drache mit allerlei verschiedenen Rüstungen bestückt werden, um ihn für die zehrenden Kämpfe zu schützen, aber aufgepasst, so eine Rüstung hält nicht ewig. Von Zeit zu Zeit wird es notwendig sein, den Schutz zu reparieren oder gegen einen besseren auszutauschen.

Scalebound

Wie bereits erwähnt, sind Drew und Thuban miteinander verbunden. Im normalen Spiel bedeutet das, dass Thuban weitgehend autark agiert, aber von Drew durchaus per Knopfdruck Befehle erhalten kann. Allerdings gibt es noch eine weitere Möglichkeit, den Drachen zu kontrollieren. Dank des Dragon Links sind mehr oder weniger direkte Kommandos möglich. Dazu wechselt das Spiel ein wenig die Perspektive, so dass Drew zwar immer noch im Vordergrund ist, aber der Fokus auf dem Drachen liegt. Hideki Kamiya zufolge soll gerade dabei die typisch stylishe Action von Platinum Games besonders gut zur Geltung kommen. Die Kommunikation mit der mächtigen Kreatur ist nun deutlich direkt. Im Gegenzug allerdings ist Drew im Kampf dann natürlich ungeschützt. Gerade im Mehrspielermodus bietet das verschiedene Möglichkeiten, Strategien zu entwickeln. Ein Spieler könnte beispielsweise dazu abkommandiert werden, die anderen zu schützen, wenn sie den Dragon Link nutzen. Wie das im Endeffekt aussehen wird, können wir jedoch erst wirklich beurteilen, wenn Scalebound in einer spielbaren Version vorliegt.

Scalebound hat bei uns einen mehr als positiven Eindruck hinterlassen. Die Optik sieht sensationell aus, wobei Thuban das eigentliche Highlight darstellt. Das Gameplay erinnert stark an die anderen Actiongames des Studios, bekommt aber durch den Drachen einen besonderen Pfiff. Wenn der Wechsel zwischen den verschiedenen Elementen reibungslos abläuft, könnte der Titel die Qualität eines Bayonetta erreichen. Um das allerdings abschließend zu beurteilen, müssen wir uns noch einen detaillierten Eindruck verschaffen. Auf jeden Fall ist Scalebound ein Actionspiel, das man sich für 2017 vormerken sollte.

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