Rosenkrieg mal anders mit Plants vs Zombies: Garden Warfare 2 auf der Xbox One

First- und Third Person-Shooter sind spätestens seit dem Riesenerfolg von Call of Duty das Erfolgsgenre schlechthin. Jedes Jahr liefern besonders EA und Activision zuverlässig düstere Militär-Action auf Xbox One und PlayStation 4 aus, Spieler mit einer Vorliebe für Online-Gefechte haben kaum Zeit, sich auf einen Shooter-Blockbuster einzustellen bevor der nächste ins Haus steht. Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2 mag zwar spielerisch in eine ähnliche Kerbe schlagen, hat aber hierbei auch eine jüngere Zielgruppe, sowie Spieler, die der rohen Gewalt lockeren Comic-Humor vorziehen.

In der zweiten Runde von Plants vs. Zombies Garden Warfare nimmt EA nun auch Einzelspieler aufs Korn. Konnte man im Vorgänger noch nur Bot-Gefechte in den Karten des Mehrspieler-Modus ausfechten, bietet Plants vs. Zombies Garden Warfare 2 nun einen eigenen Missions-Modus in dem eigens für Einzelspieler designte Missionen absolviert werden können. Neben diesem Einzelspieler-Abenteuer bietet das Spiel aber natürlich auch mehr vom Alten, denn Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2 bietet natürlich wieder eine riesige Wahl an Pflanzen, Zombies und Karten für hitzige Online-Gefechte. Wer den Vorgänger bereits sein Eigen nennt, kann überdies bereits dort freigeschaltete Charaktere und Spielkarten in den Spielstand für den frisch erschienenen Titel importieren.

Bevor man allerdings weiter über den Einzelspieler-Modus reden kann, muss in jedem Fall eine sehr deutliche Warnung an alle Spieler ausgesprochen werden, denen an der langfristigen Nutzbarkeit ihrer Spiele gelegen ist. Ähnlich wie in der Need for Speed-Reihe hat Electronic Arts mal wieder eine Gelegenheit gewittert, den Spieler zu gängeln und zu kontrollieren, ohne ihm dafür einen Gegenwert zu liefern. Plants vs. Zombies : Garden Warfare 2 kann, selbst im Einzelspieler-Modus, ausschließlich online gespielt werden. Bricht die Verbindung zum Server zwischendurch ein, oder entscheidet EA sich irgendwann einmal, den Server gänzlich zu deaktivieren, wird der Spieler auf den Titelbildschirm zurückgeworfen, nach endgültiger Abschaltung der Server ist die Disc das Plastik nicht mehr Wert aus dem sie gepresst ist. Obendrein hat EA auch das allseits beliebte Pause-Feature gestrichen, denn wer möchte im Einzelspieler-Modus schon einmal das Spiel unterbrechen, ohne vom gegnerischen Mob überrollt zu werden? Niemand? Eben, so sieht EA das offenbar auch.

Plants vs Zombies: Garden Warfare 2

Wer trotz dieser Einschränkung noch interessiert am Spiel ist, der kann im Einzelspieler-Modus in einer Reihe von Missionen den Weg zum pflanzlichen Agenren beschreiten. Die Kampagne besteht aus einer Reihe von Einzelmissionen, die die verschiedenen Spielmodi des Mehrspieler-Modus in jeweils kleine Geschichten verpackt und den Spieler gegen computergesteuerte Einheiten antreten lässt.

Entsprechend kann der Einzelspieler-Modus auch als Training für die Mehrspielergefechte verstanden werden, zumal man auch im Einzelspieler-Modus Geld und Erfahrungspunkte sammeln kann, die ihrerseits den Spielfortschritt markieren und es ermöglichen, zusätzliche spielbare Charaktere freizuschalten Grundsätzlich vermischt Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2 klassisches Shooter-Gameplay mit Tower Defense-Spielstrukturen. Einerseits spiegelt sich das in den Spielzielen wider, so dass man in aller Regel ein wertvolles immobiles Objekt verteidigen muss, andererseits auch darin, dass man im Spiel teilweise mobile, teilweise immobile Unterstützung anfordern kann, die dann autonom die Angreifer abwehrt.

Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2 ist vor allem eines: Mehr vom gewohnt guten. Die gelungene Spielmechanik und die umfangreiche Auswahl an Karten sorgt dafür, dass man viele Stunden mit dem Spiel zubringen kann. Weiterhin sorgt die lockere Atmosphäre, bedingt durch den Comiclook und den zugehörigen Humor, dafür, dass Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2 im Shooter-Genre hervorsticht. Nachdem Nintendo mit Splatoon nun ebenfalls einen Comic-Shooter im Angebot hat, ist das zwar kein absolutes Alleinstellungsmerkmal mehr, aber der düstere Militärlook überwiegt im Genre immer noch so stark, dass dem kein Abbruch getan wird.

Das könnte dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.