Sparkle 2 ist altbekannte Zuma-Kost für Besitzer einer Xbox One

Der Xbox Live Marktplatz ist eine Fundgrube für kreative kleine Spiele, die es – zumeist auf Grund ihres Umfangs – nicht in den Einzelhandel geschafft haben. Doch nicht immer wird Kreativität bei den Download-Titeln groß geschrieben. Sparkle 2 beispielsweise ist eine äußerst konservative Fortsetzung zu Zuma. Da Puzzle-Spiele nahezu ausschließlich von ihrer Mechanik leben, sind Nachfolger schon immer eine schwierige Sache in diesem Genre gewesen – entweder man wirft das ganze Spielkonzept um, wie im Falle von Tetris 2, oder aber man riskiert, sich nicht vom Vorgänger abheben zu können. Wie Sparkle 2 sich im Vergleich zu seinen Vorgängern schlägt, verrät dieser Test.

In Sparkle 2 steuert man eine Murmeln schießende Armbrust, die in der Mitte eines jeden Levels positioniert ist und mit dem Analogstick frei in jede Himmelsrichtung gedreht werden kann. Rings um die Armbrust verlaufen Schienen, an deren Ende jeweils ein kreisrundes Loch ist. Bunte Kugeln wandern in Gruppen die Schienen entlang und versuchen, das Loch am Ende der Schiene zu erreichen. Gelingt ihnen das, hat der Spieler verloren. Die Kugeln haben allerdings eine Schwäche: Immer wenn drei gleichfarbige Murmeln einander berühren, lösen sie sich auf. Es ist nun also am Spieler, alle Murmeln zu zerstören, bevor eine ein Loch erreicht.

Aus der Mitte heraus muss der Spieler also zielen und Kugeln in die Bahnen der voranschleichenden Murmeln schießen. Nebenbei kann man zudem Power-Ups einsammeln, die beispielsweise einen Strahl verschießen, der Murmeln zerstört oder aber Murmeln umfärbt, um so leichter lange Ketten und Kombos erzielen zu können. Das Spielprinzip ähnelt Zuma nicht nur, es ist absolut identisch. Einzige Neuerung ist, dass Sparkle 2 im Hauptmodus dem Spieler nach und nach neue Spezialfähigkeiten zur Verfügung stellt, aus denen man sich in verschiedenen Gruppen jeweils eine aussuchen kann. So kann man beispielsweise die Zahl der Murmeln, zwischen denen man per Knopfdruck wechseln kann, erhöhen, oder aber die Level etwas leichter, dafür umfangreicher machen. Dieses Element ist zwar an sich eine nette Idee, der Einfluss auf das Spielerlebnis ist aber eher gering.

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Im Mittelpunkt des Spiels steht ein Story-Modus in dem eine rudimentäre Geschichte erzählt wird und an in zahlreichen Levels seine Puzzle-Fähigkeiten unter Beweis stellen muss. Der Schwierigkeitsgrad steigt in angemessenem Umfang an, ohne, dass das Spiel jemals unfair wird. Eine willkommene Abwechslung in Anbetracht der massiven Free-2-Play-Einflüsse, denen das Genre in den letzten Jahren ausgesetzt war. Die Schwierigkeit erwächst in diesem Spiel – abseits von der Erhöhung der Zahl der Murmeln und derer Geschwindigkeit – insbesondere durch den Verlauf der Bahnen, entlang derer die Murmeln sich bewegen, denn wenn diese sehr verworren sind, sind große Teile der Murmelbahnen von anderen Teilen verdeckt, so dass man nur sehr lokal Murmeln zerstören kann oder besonders gut zielen muss, um nicht die Zahl der Murmeln auf dem Weg zu des Spielers Verderben noch zu erhöhen.

Das grundlegende Spielprinzip macht immer noch so viel Spaß wie vor zehn Jahren im Original und so kann jeder Puzzle-Freund, den der Stillstand bei der Entwicklung des Spielkonzepts nicht stört, bedenkenlos zugreifen. Der Umfang ist hoch, die Schwierigkeitsprogression fair und die Umsetzung des Spielkonzepts einwandfrei.

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