Hyper Void lädt auf der Xbox One zum Schützenfest im All

Arcade-Shooter-Freunde dürften sich auf dem Xbox Marktplatz wie zu Hause fühlen. Mit jeder neuen Indie-Spielwelle, die auf meine Xbox One schwappt, ist mit ziemlicher Sicherheit stets auch ein Arcade-Shooter – gern auch mehr – mit von der Partie. In dieser Runde möchte Hyper Void die Daumen auf die Probe stellen. Doch kann Hyper Void sich auch selbst im Test behaupten?

Hyper Void ist ein 2D-Weltraumshooter, in dem sich das Raumschiff stets am unteren Bildschirmrand befindet und automatisch vorwärts fliegt. Dem Schiff kommen naturgemäß zahlreiche verschiedene gegnerische Raumschiffe und Hindernisse wie Meteoriten entgegen, derer sich der Spieler entledigen muss. Gelingt es dem Spieler nicht, eine Kollision mit einem der Hindernisse zu vermeiden, verliert er Lebensenergie und muss wenn diese aufgebraucht ist am letzten Checkpoint neu starten.

Interessant ist das Spiel der Entwickler mit verschiedenen Bewegungsachsen für den Spieler. Während man zu Beginn nur ganz traditionell auf einer nahezu horizontalen Gerade nach links und rechts steuern kann, wird die Gerade entlang derer man sich bewegt mit der Zeit immer stärker verbogen. So bewegt man sich mal entlang einer Halfpipe, ein anderes Mal kann man den Bildschirm sogar komplett umrunden. Diese Variabilität ist allerdings nicht nur Spielerei, der Spieler muss die Bewegungsmöglichkeiten auch, wenn sie sich im Laufe des Levels dynamisch verändern, stets im Blick haben um zu wissen, welche Gegner er schnell töten kann und wie er Hindernissen, die nicht mehr rechtzeitig zerstört werden können, effektiv ausweicht.

Hyper Void

Gleich von Beginn an hat der Spieler sein volles Arsenal von drei verschiedenen Waffen zur Verfügung. Jede Waffe ist mit einem Der Knöpfe A, B und X verknüpft. Die traditionelle schnell aber diskret schießende Waffe liegt auf A und ist wohl am vielfältigsten einsetzbar, zusätzlich gibt es aber eine ebenfalls diskrete, aber langsamere, dafür stärkere Waffe auf B und eine kontinuierlich, dafür insgesamt am schwächsten schießende Waffe auf X. Die verschiedenen Waffen sind allerdings vorrangig für Highscorejäger interessant, um die Level des Spiels einfach nur erfolgreich abzuschließen, kann man sich wenn man mag auch auf die A-Waffe beschränken.

Ungewöhnlich für einen solchen Shooter ist die relativ geringe Gegnerfrequenz. Natürlich muss man keine Verschnaufpausen befürchten, doch im Vergleich zu den effektgeladenen Bullet-Hell-Shootern wirkt Hyper Void geradezu zahm. Das, sowie das kulante Checkpointsystem, hat natürlich auch zur Folge, dass der Schwierigkeitsgrad verhältnismäßig gering ist und Genre-Experten sich schnell unterfordert fühlen. Im Gegenzug dürften Einsteiger sich an der bedeutend entspannteren Gegnerfrequenz erfreuen. In jedem Fall allerdings fällt so der recht niedrige Umfang, selbst in Anbetracht des Preises, schon recht stark auf und ins Gewicht.

Stilistisch spielt Hyper Void mit simpler aber klarer Optik auf der einen Seite und Texteinblendungen die an die Programmiersprache C++ angelehnt sind auf der anderen Seite. Ob letzteres dem Gros der Spieler viel Freude bereiten wird, sei allerdings dahin gestellt, da sich in C++-ähnlicher Syntax geschrieben Einblendungen im Eifer des Gefechts natürlich etwas schwieriger parsen lassen als einfache englische Texte.

Hyper Void ist ein unterhaltsamer Arcade-Shooter, der allerdings etwas kurz geraten ist und Genre-Experten durch seine geringere (gegnerische) Schussfrequenz wahrscheinlich unterfordern wird. Genre-Neulinge, die einen Hang zu Highscorejagd haben, werden mit Hyper Void aber auch nicht viel falsch machen, denn das Spiel macht definitiv eine Menge Spaß und führt verhältnismäßig behutsam an die rauen Sitten im All heran.

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