Clockwork Tales: Die Geschichte von Glass und Ink bietet frische Kost für Rätsel- und Wimmelbildfans

Clockwork Tales: Die Geschichte von Glass und Ink ist ein klassisches Adventure-Spiel, das ähnlich wie die Professor Layton-Spiele Knobelaufgaben zur Auflockerung verwendet. In der Rolle von  Evangeline Glass muss man die Hintergründe hinter der Entführung von Doktor Ink aufklären und sich gegen eine unheimliche Armee mit einem recht eigenartigen deutschen Akzent zur Wehr setzen.

Die Geschichte wird der zweidimensionalen Spielgrafik erzählt und mit englischer Sprachausgabe vertont. Da das Spiel auf eine komplett zweidimensionale Optik und recht simple Animationen setzt, ist die Geschichte selbst natürlich ebenfalls nicht allzu spektakulär präsentiert, dafür wissen die Hintergrundbilder mit viel Liebe zu Detail und einem interessanten Steampunkt-Stil zu gefallen. Der Spielablauf ist im Grunde genommen der eines klassischen Adventures, das heißt, dass man von einem Schauplatz zum nächsten vorrückt und nach allerlei Sammelgegenständen sucht, die man dann zur Lösung kleinerer Rätsel verwenden kann. Die Komplexität dieser Rätsel ist allerdings relativ gering, da man keine Gegenstände unmittelbar miteinander verbinden kann und so höchstens die sequentielle Anwendung mehrere Gegenstände aus dem Inventar die Komplexität ein wenig erhöht.

Im Gegenzug trifft man im Spiel immer wieder auf spezielle Rätsel, die im Minispielformat auf einem separaten Bildschirm gelöst werden müssen. Besonders Wimmelbild-Freunde können sich hier freuen, denn eine ganze Menge dieser Rätsel sind klassische Suchbilder, in denen man eine vorgegebene Menge an Sammelobjekten auflesen muss. Im normalen Schwierigkeitsgrad kann man das ohne Beschränkungen tun, im hohen Schwierigkeitsgrad hingegen wird jedes Verklicken konsequent bestraft.

Clockwork Tales

Doch auch Logiker kommen auf ihre Kosten, denn hinzu kommen eine ganze Menge Minispiele, die kleine Logikrätsel darstellen. Viele der Rätselideen werden geradezu klischeemäßig in Rätselspielen immer wieder aufgewärmt – sei es das Nonogram-Rätsel, Stromleitungen legen oder die Aufgabe acht Platten, die auf einem Kreis angeordnet sind in einer festen Farbe einzufärben mit der Bedingung, dass man immer nur wahlweise zwei Felder nach links oder drei Felder nach rechts rotieren (und dabei die Farbe des Feldes umkehren) kann. Doch weiß die Umsetzung sowie die Einbindung zu gefallen und viele der Rätsel sind zwar strukturell jedem Rätselfreund bekannt, aber unterscheiden sich im Endeffekt dennoch von Spiel zu Spiel genug, dass man immer noch einmal neu nachdenken muss.

Clockwork Tales macht eine Menge Spaß, ist allerdings auch nur ein recht kurzes Vergnügen. Wer an einem Nachmittag oder Abend ein schön inszeniertes Knobelspiel spielen möchte, kann gewiss bedenkenlos zugreifen, im Vergleich zu der Konkurrenz aus dem Hause Level 5 sticht es aber auch nicht als besonders stark hervor.

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