Unser erster, ernüchternder Ausflug nach Philadelphia in Homefront: The Revolution

In rund drei Monaten erscheint Homefront: The Revolution für Xbox One, PlayStation 4 sowie den PC. Jetzt hatten Spieler im Rahmen einer Closed-Beta die Möglichkeit einen Eindruck von dem Spiel aus dem Hause Deep Silver zu bekommen. In der Closed-Beta konnten die Spieler den 4-Spieler Koop-Modus des Spiels erstmals näher unter die Lupe nehmen.

Homefront: The Revolution setzt zwei Jahre nach Homefront im 2029 an und spielt damit vier Jahre nach der Invasion der Vereinigten Staaten durch die koreanische Republik. Große Teile des Ostens der Staaten sind durch die Koreaner besiedelt und Philadelphia ist zur zentralen Basis der Invasoren geworden. Dementsprechend ist das Leben für die einheimische zivile Bevölkerung nicht einfach. Die Stadt wird schwer bewacht. Ungehorsam und Widerstand werden mit drastischen Sanktionen bestraft. Trotzdem keimt in dieser unterdrückten Stadt eine Rebellion auf, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, Philadelphia wieder zurück zu erobern. Dieser Handlung wird vor allen Dingen der Singleplayer von Homefront: The Revolution folgen.

Neben dem Singelplayer besteht für den Spieler aber zusätzlich die Option gemeinsam mit bis zu drei weiteren Spielern den Koop-Modus zu spielen, der losgelöst von den Hauptcharakteren der Hauptstory ist. Die Spieler schlüpfen hier in die Rollen weiterer, individueller Freiheitskämpfer, die ebenfalls versuchen, Philadelphia von der Unterdrückung durch die Koreaner zu befreien. Bevor sich die Spieler in das Koop Abenteuer stürzen, können individuelle Charaktere erstellt werden. Wie es mittlerweile Standard ist, gibt es nicht nur männliche Kämpfer. Frauen mischen ebenso auf dem Schlachtfeld mit. Es stehen unterschiedliche Klassen zur Auswahl. So gibt es robuste Freiheitskämpfer, die im Gefecht viel einstecken, aber gleichzeitig viel austeilen können. Daneben besteht auch die Möglichkeit, sich auf technische Kenntnisse zu konzentrieren und die Mitspieler so mit zusätzlichen Gadgets zu versorgen. Für jeden Spielstil steht eine Klasse zur Verfügung.

Homefront: The Revolution

Im Lauf der Zeit levelt der Charakter auf und der Spieler verdient Erfahrungspunkte sowie Geld, die er wiederum in verbesserte Ausrüstung, Zubehör und Fähigkeiten stecken kann. Auf diese Weise kann der gespielte Charakter ganz nach den persönlichen Vorlieben ausgestattet werden. Der Spieler muss sich auch nicht auf einen Charakter beschränken. Er kann mehrere erstellen, um so unterschiedliche Klassen spielen zu können. Der Hintergedanke dabei ist sicherlich, dass sich verschiedene Spieltypen im Koop-Modus ergänzen und somit zum Erfolg kommen.

In der Closed-Beta von Homefront: The Revolution standen den Spielern mehrere Karten zur Auswahl, die gemeinsam mit anderen Spielern gemeistert werden konnten. Diese waren auf einfachem Schwierigkeitsgrad gehalten. Die spielbaren Missionen hatten unterschiedliche Zielvorgaben, die es für die bis zu vier Spieler zu absolvieren galt. So musste beispielsweise eine Festung in mehreren Schritten eingenommen werden, um die dort versteckten Fahrzeuge zu entwenden. Auf einer anderen Karte mussten Funksender der Koreaner gestört werden. Diese Missionen haben dabei eines immer gemeinsam: es müssen mehrere Wellen an Gegnern ausgeschaltet werden, die in der Regel aus verschiedenen Richtungen die Freiheitskämpfer angreifen. Nach jeder Welle besteht die Möglichkeit, die eigenen Vorräte aufzufüllen und Gesundheit zu regenerieren. Wird ein Spieler niedergeschossen, ist er so lange aus dem Spiel, bis er wiederbelebt wird. Werden alle Spieler niedergeschossen, gilt die Runde als verloren.

Nach wenigen Runden in der Closed-Beta offenbaren sich bereits erste Schwächen des Koop-Modus. Zumindest auf der leichten Spielstufe scheint es keine große Rolle zu spielen, auf welche Fähigkeiten sich die Spieler konzentrieren. Es ist trotzdem recht leicht möglich, die Wellen zu besiegen. Auch war eine Kommunikation der Spieler via Headset nicht zwingend erforderlich, um weiterzukommen. Im fertigen Spiel muss hier in den anderen Schwierigkeitsstufen tatsächlich ein höherer Anspruch erkennbar sein, um die Spieler vor angemessene Herausforderungen zu stellen. Ansonsten verliert sich schnell der Reiz gemeinsam mit anderen zu spielen.

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Des Weiteren offenbart die Beta graphische Schwächen. Teilweise sahen die Texturen recht verwaschen oder unscharf aus. Die Entwickler haben in einer Stellungnahme aber bereits erklärt, dass dies selbstverständlich im fertigen Spiel anders aussehen wird. Es bleibt zu hoffen, dass im Schlussspurt tatsächlich hier letzte Verbesserungen durchgeführt werden. Des Weiteren sollte wohl noch am Matchmaking bis zur Veröffentlichung gearbeitet werden. Denn auch hier blieb in der Beta viel Luft nach oben. Teilweise wurden die Missionen zu zweit gestartet, wobei die Zahl der Gegner immer noch auf vier Spieler angepasst waren. Was mit vier Leuten teilweise zu einfach erschien, wurde mit nur einem Mitspieler zu einer Herausforderung. Am Balancing muss sich also ebenfalls etwas tun, um langfristigen Spielspass zu garantieren.

Alles in allem hinterlässt die Closed-Beta zu Homefront: The Revolution einen durchwachsenen Eindruck. Der Koop-Modus erscheint auf den ersten Blick nicht wirklich innovativ und es gibt bisher keine überzeugenden Gründe, warum sich die Spieler länger damit auseinander setzen sollten. Gleichzeitig gibt die Beta aber nicht viel Aufschluss darüber, wie der Singleplayer aussehen wird. Die Trailer sehen bisher vielversprechend aus und es wäre wünschenswert, wenn die Story von Homefront: The Revolution mehr zu bieten hat, als es die Beta im Test angedeutet hat.

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