Oxenfree bietet Abenteuer-Urlaub mit Mystery-Feeling auf der Xbox One

Oxenfree

Adventures haben in den vergangenen Jahren einen grundlegende Wandel durchgemacht. Nach einer langen Durststrecke haben die storylastigen Spiele dank Telltale ein Comeback gefeiert, dabei aber die einst prägenden Rätsel weitgehend über Bord geworfen, um dem Spieler im Gegenzug mehr Gestaltungsspielraum innerhalb der interaktiven Geschichte zu geben. Oxenfree verknüpft dieses Spielkonzept nun mit einer eher klassisch anmutenden, detailarmen Optik.

In Oxenfree schlüpft man in die Rolle der Jugendlichen Alex, die mit ihrem Stiefbruder und einer Reihe von Freunden eine echte Abenteuerreise antritt. Nach einem vergnüglichen Strandspaziergang und Lagerfeuer erkundet Alex eine nahegelegene Höhle und beobachtet dabei gar eigenartige Begebenheiten. Alex hat nämlich einen Radioempfänger mit auf ihren Ausflug genommen und als sie versucht, nahe des Höhleneingangs einen Radiosender zu empfangen, ruft das eine mysteriöse Reaktion in der Höhle hervor. Nach etwas eingehenderer Erkundung dieses Phänomens entdeckt sie mehr und mehr eigenartige Reaktionen auf ihren Radioempfänger und schnell wird aus dem Erholungsurlaub mit Freunden ein Mystery-Erkundungstrip.

Die Geschichte wird mittels vollständiger englischer Sprachausgabe erzählt und nimmt den Großteil der Spielzeit ein. Zwar kann und muss der Spieler Alex immer wieder durch die Spielwelt manövrieren und beispielsweise den Radioempfänger justieren, doch ist diese Interaktion nicht sonderlich fordernd, sondern dient mehr der Aktivierung des Spielers. Vorrangiges Gameplay-Element ist die Wahl aus mehreren verschiedenen Handlungsoptionen, die immer wieder auftaucht. Alex hat dann bis zu drei Denkblasen über ihrem Kopf, die jeweils eine Handlung, meist eine Antwort auf einen ihrer Freunde repräsentieren.

Oxenfree

Leider sind diese Einblendungen nicht nur recht vage, sondern bisweilen auch schwer zu lesen und vor allem ist die Zeit, die dem Spieler zur Reaktion eingeräumt wird, geradezu unverschämt gering. In der Konsequenz ist es schwierig, Alex immer so handeln zu lassen, wie man es selbst gerne möchte. Wer nicht völlig flüssig in der englischen Sprache ist, hat ohnehin von vorneherein keine Chance, dieses Gameplay-Element sinnvoll zu nutzen. Hier wäre zumindest die Option, die Spielwelt bei einer Entscheidung einzufrieren auf jeden Fall sehr hilfreich gewesen.

Die Präsentation des Spiels wirkt ein wenig altbacken, das unabhängige Entwicklerteam hat allerdings immerhin einen recht markanten Stil wählen können, der über die etwas detailarme Darstellung hinweg tröstet. Sprachausgabe und Geschichte sind hingegen gut gelungen, letzteres ist bei einem so geschichtsorientierten Spiel wie Oxenfree sicherlich ein nicht unwichtiger Aspekt. Es macht auf jeden Fall Spaß, die Geheimnisse der Höhle zu lüften, wer also Interesse an dem Grundplot hat und mit einer eher passiven Spielerrolle leben kann, kann bedenkenlos einen Blick riskieren.

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