Wir haben uns dem Überlebenskampf in Ark: Survival Evolved auf der Xbox One gestellt

Ark: Survival Evolved

Survival-Spiele der Marke Ressourcenverwaltung haben in den vergangenen Jahren den Weg aus der Nische zu einem erstaunlich erfolgreichen Spieltypus geschafft. Besonders die Zomie-Apokalypse hat es scheinbar vielen Spielern und Entwicklern angetan. Doch wieso müssen es unbedingt Zombies sein? In Ark: Survival Evolved schlüpft man in die Rolle eines Urmenschen und muss sich in einer bedrohlichen Welt voller urzeitlicher Tiere behaupten. Auf der Xbox One konnten wir einen ersten Blick auf die Vorabversion von Ark: Survival Evolved werfen.

Bevor man in die Welt von Ark: Survival Evolved eintaucht, muss man sich zunächst entscheiden, ob man sich in ein Online-Spiel mit geteilter Welt stürzen möchte – Xbox Live Gold erforderlich – oder aber alleine seiner Wege ziehen möchte. Spielt man alleine oder ist Host einer Spielwelt, kann man mit zahlreichen Parametern die Spielerfahrung individuell anpassen. Die Ausdauer, Lebenskraft und Angriffskraft der Menschen wie der Tiere lässt sich feinschrittig justieren, auch Umweltparameter wie die Häufigkeit der Ressourcen oder die Länge des Tag-Nacht-Rhythmus können individuell eingestellt werden. Ist die Welt fertig konfiguriert kann man aber immer noch nicht einfach in das Spiel hineinspringen, denn es gilt auch, seinen Protagonisten zu gestalten. Man kann das Geschlecht wählen und anschließend (optische) körperliche Attribute einstellen. Armlänge, Brustumfang, Kopfhöhe, die Einstellungsmöglichkeiten dürften selbst anspruchsvolle Bastler zufrieden stellen. Für Editorfaule wie mich gibt es allerdings auch stets eine Standardeinstellung, die man einfach mit einem Klick verwenden kann.

Ist man dann in der Welt von Ark: Survival Evolved angekommen, wird man zunächst feststellen, dass man eher schwach aufgestellt ist. Bekleidet gerade einmal in Unterwäsche und bewaffnet nur mit der eigenen Faust findet man sich auf einer weitgehend unberührten Insel wieder. Schnell wird man Bekanntschaft mit den ersten Tieren machen, die man in der Realität leider (oder zum Glück?) nicht mehr wird antreffen können. Zahlreiche verschiedene Dinosaurierarten, aber auch in jüngerer Zeit ausgestorbene Tiere wie der Dodo bevölkern die Spielwelt. Für einen Dinosaurier-Freund wie mich kann der erste Besuch auf der Insel durchaus schmerzhaft enden, denn wenn man sich an einen der vielen wirklich toll animierten und modellierten Dinosaurier ergötzt und dabei zu nah an sie heranwagt, kann es einem schon einmal passieren, dass man in Windeseile das Zeitliche segnet. Pflanzenfresser wie Tricperatops, Parasaurolophus oder Diplodocus verhalten sich zwar erwartungsgemäß friedlich. Den faszinierenden Tyrannosaurier oder den kleinen Raptor sollte man aber nicht unterschätzen, in Windeseile endet man als Tierfutter.

Ark: Survival Evolved

Der Spielablauf ist abseits der sehr glaubhaften Darstellung der Tierwelt altbekannt. Der Spieler muss in seiner Umgebung nach Ressourcen suchen und diese einsammeln. Aus den Ressourcen kann an dann per Menü Werkzeug bauen, welches wiederum dazu dienen kann, weitere Ressourcen zu finden, sich im Kampf mit wilden Tieren besser behaupten zu können, oder aber sich zu wärmen. Natürlich kann man zusätzlich auch Nahrung finden, um sich am Leben halten zu können. Die interessanteste Möglichkeit des Spiels ist es aber, Dinosaurier zu zähmen. Mit Nahrung und Geduld kann man Dinosaurier an sich binden – idealerweise zunächst harmlosere Gesellen, später aber durchaus auch Raubtiere. So kann man auf Dinosauriern reiten und nach und nach der Welt habhaft werden. Diese Idee ist das klare Highlight des Spiels und macht es für alle Dinosaurierfans zu einem wirklich interessanten Titel.

Ark: Survival Evolved bedient sich zwar in seiner Struktur und im Gameplay stark an den Genrekonventionen, bietet aber sowohl durch das Setting, als auch die Möglichkeit, die Tiere zu zähmen, auch einige überzeugende Alleinstellungsmerkmale. Natürlich muss auf der technischen Seite noch einiges getan werden um Ark: Survival Evolved bis zum Release zur Survival-Referenz zu machen, doch schon jetzt ist klar, dass das Potential hierzu definitiv vorhanden ist. Persönlich muss ich sagen, dass ich von Survivalspielen eigentlich alles andere als begeistert bin, doch Ark: Survival Evolved kann dank seiner Zähmungsmechanik und der tollen Umsetzung unzähliger faszinierender Urtiere selbst einen Arcade-Puristen wie mich begeistern.

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