NISA bittet mit Persona 4: Dancing All Night auf der PlayStation Vita zum Tanz

Persona 4: Dancing All Night

NISA ist wohl der beste Freund aller Fans japanischer Nischenspiele. Auf der PlayStation Vita stellt das Charakter-Ensemble des Rollenspiels Persona 4 sein Tanztalent unter Beweis. Passend zum Idol-Thema der Reihe dreht sich im neuen Persona 4-Spin-Off  alles um Rhythmus und den Kontrast zwischen öffentlichem und privatem Leben japanischer Pop-Stars.

Persona 4: Dancing All Night ist in zwei wesentliche Spiel-Modi unterteilt, einen Story-Modus und einen Tanz-Modus. Das Gameplay ist in beiden Modi identisch, der Unterschied ist, dass man im Tanz-Modus einfach einen Tanz aus einer Liste auswählt und absolviert, wohingegen im Story-Modus eine äußerst umfangreiche Geschichte erzählt und nur gelegentlich unterbrochen wird, um den Spieler einen schnellen Tanz einlegen zu lassen.

Die Geschichte dreht sich um das mysteriöse Verschwinden der Pop-Gruppe Kinami Kitchen unmittelbar vor dem „Love Meets Bonds“-Musikfestival. Die Helden des Spiels, allen voran Protagonist Yu Narukami, untersuchen den ungewöhnlichen Fall umgehend und stellen fest, dass die Website des Love Meets Bonds Festivals ein Video enthält, das das Tor in einer Parallelwelt darstellt, in der Dämonen die Stars von Kinami Kitchen festhalten. Den Helden des Spiels bleibt nun nichts anderes übrig, als mit ihrer eigenen Musik und ihrem Tanz die Dämonen zu bezwingen, wollen sie die Gruppe Kinami Kitchen aus den Händen der Dämonen befreien.

Persona 4: Dancing All Night

Die Geschichte wird wie in einer Visual Novel in – außerordentlich umfangreichen – Standbildfolgen mit Texteinblendungen erzählt und wird qualitativ dem Zeitaufwand leider überhaupt nicht gerecht. Mehr als eine Stunde muss man zu Beginn beispielsweise relativ belanglose Texte wegdrücken, bevor man sich das erste Mal auf der Tanzbühne beweisen kann. Man kann die Story-Einblendungen zwar auch überspringen und sich in Windeseile zum nächsten Tanz begeben, doch das ist natürlich eigentlich nicht Sinn des Story-Modus.

Das Tanz-Gameplay nutzt vorrangig das Steuerkreuz und die Knöpfe der PlayStation Vita. Die Knöpfe Dreieck, Kreis und Kreuz, sowie die Steuerkreuz-Richtungen oben, links und unten sind jeweils mit einem Kreis am Bildschirmrand – der netterweise mit der Position auf dem Handheld korrespondiert – assoziiert. Von der Mitte des Bildschirms bewegen sich nun Symbole zu den Kreisen am Bildschirmrand und der Spieler muss zum rechten Zeitpunkt mit einem Knopfdruck auf die Symbole reagieren.

Insgesamt gibt es drei verschiedene Typen von Symbolen, Standardsymbole, die einfach einen schnellen Druck auf das jeweilige Symbol bedürfen, pinke Streifen, die jeweils einen Knopf und die passende Richtung auf dem Steuerkreuz anpeilen und gleichzeitiges Drücken des Knopfes und des Steuerkreuzes verlangen und schließlich längere Streifen, die vom Spieler verlangen, den jeweiligen Knopf zu drücken und gedrückt zu halten, bis das Ende des Streifens das Kreissymbol erreicht hat.  Zusätzlich gibt es hin und wieder blaue oder gelb-orange Ringe, die sich von innen nach außen ausbreiten. Wenn diese auf Höhe der Button-Kreise sind, kann man mit einer schnellen Bewegung des Analogsticks einige Zusatzpunkte kassieren. Kombos für mehrere am Stück getroffene Noten werden durch außer Acht gelassene Ringe allerdings nicht beeinträchtigt.

Persona 4: Dancing All Night

Das Rhythmus-Gameplay macht Spaß und ist zum Musik passend umgesetzt. Die Musikauswahl ist allerdings ein wenig eingeschränkt, denn Persona 4: Dancing All Night setzt ausschließlich auf J-Pop-Musik, andere Musikrichtungen sucht man vergebens. Insofern ist das Spiel nicht nur in Sachen Handlung, sondern auch in Sachen Musik ein klares Nischenprodukt. Ein gutes jedoch, wenn man über den doch im Endeffekt merklich zu gesprächigen Story-Modus hinweg sieht.

Persona 4: Dancing All Night ist ein gut umgesetztes, unterhaltsames Rhythmus-Spiel, das vor allem Fans der Rollenspielvorlage eine Menge Freude machen dürfte. Die umfangreiche Geschichte ist zwar nur für Kenner der Originalgeschichte wirklich erwähnenswert, doch das Rhythmus-Gameplay an sich lässt nichts zu wünschen übrig. Durch variable Schwierigkeitsgrade in zu Beginn drei Stufen werden Interessenten aller Leistungsgruppen dort abgeholt wo sie stehen und Frust genau wie Unterforderung weitgehend ausgeschlossen.

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