Mario Tennis: Ultra Smash kann nicht ganz an seine Vorgänger anknüpfen

Mario Tennis: Ultra Smash

Lange haben Mario Sport-Fans auf einen neuen Konsolen-Ableger der Reihe warten müssen. Das letzte neue Mario Sportspiel das es auf eine Heimkonsole geschafft hat, ist auf dem Nintendo GameCube erschienen, seither sind nur die Handhelds mit neuem Spielstoff versorgt werden. Damit ist nun Schluss, denn Camelot und Nintendo veröffentlichen in diesem Winter Mario Tennis: Ultra Smash für die Wii U. Ob es sich hier wohl um ein würdiges Comeback handelt?

Wer zuletzt auf dem Nintendo 3DS bereits Mario Tennis Open gespielt hat, der wird sich in Mario Tennis: Ultra Smash gleich wie zu Hause fühlen. Das Gameplay ist nämlich nahezu vollständig vom 3DS-Vorgänger übernommen worden, die einzige signifikante Änderung sind die riesigen Varianten von Mario, Yoshi und Co., die durch Einsatz eines Mega-Pilzes den Weg auf den Platz finden. Mario Tennis: Ultra Smash ist also ein schnelles, arcadiges Tennisspiel. Gespielt werden kann wahlweise im Einzel oder im Doppel, alleine oder mit bis zu drei menschlichen Mitspielern.

Im Hauptmenü hat man die Auswahl aus vier grundlegenden Spielmodi. Der Einzelspieler- sowie der amiibo-Modus finden sich hinter dem Namen KO-Modus. Hier tritt man nacheinander gegen computergesteuerte Tennisspieler an und muss seine Platzakrobatik unter Beweis stellen. Das Spiel zählt dabei mit, wie oft man gewinnt und konfrontiert den Spieler nach vierzehn gewonnen Matches mit einem besonders schwierigen Endgegner, der permanent unter dem Einfluss eines Mega-Pilzes steht. Nach dem fünfzehnten Match kann man allerdings weiter spielen und gegen die stetig anspruchsvoller werdenden Gegner an seinem Talent feilen. Mit jedem Charakter kann man, indem man fünfzehn KO-Matches gewinnt, eine stärkere Stern-Version des Charakters freischalten. Weiterhin kann man seinen amiibo als Doppel-Partner in diesem Modus trainieren.

Mario Tennis: Ultra Smash

Kooperative Spieler freuen sich über den Ultra-Ball Modus, in dem es darum geht, mit seinem Gegenspieler einen möglichst langen Ballwechsel zu spielen – schafft man 100 Schläge gegen den Ball, erhält man sogar eine kleine Belohnung. Spielt man einigermaßen bedächtig, dürfte diese Schranke aber in wenigen Versuchen genommen werden. In den übrigen beiden Spielmodi kann man schnelle Spiele gegen menschliche Mitspieler oder Computergegner spielen. Im Ultra-Spielmodus sind die Spielregeln nicht eingeschränkt, im klassischen Spiel kann man hingegen wahlweise ohne Riesenpilz, oder sogar komplett ohne Hilfsmittel spielen. Die letzte Option ermöglicht also das Spiel in einem reinen Arcade-Tennis-Modus.

Zu guter Letzt noch ein Wort zum Mega-Pilz und den Bodenplatten. Der Mega-Pilz vergrößert wie bereits angesprochen den jeweiligen Charakter für eine Weile. Als vergrößerter Charakter hat man eine höhere Schlagkraft und kann sich schneller fortbewegen, was natürlich ein immenser Vorteil im Tennisspiel ist. Wie groß der Vorteil ist, wird deutlich, wenn man sieht, wie schlecht sich der permanent vergrößerte Widersacher im KO-Spiel anstellen muss, damit der Spieler nicht frustriert das GamePad zur Seite legt. Weiterhin sind die zufällig auftauchenden Bodenplatten aus Mario Tennis Open wieder mit von der Partie und ermöglichen dem Spieler, je nach Farbe der Bodenplatte, mit dem jeweils passenden Tennisschlag eine besonders starke Variante durchzuführen. Besonders verheerend ist in der Hinsicht der Ultra-Smash, der durch einen Schmetterschlag in der Luft auf einer lila Bodenplatte initiiert wird.

Mario Tennis: Ultra Smash spielt sich sehr gut und macht durchaus eine Menge Spaß, allerdings ist die Modi-Vielfalt geradezu erschreckend gering. Binnen zweier, maximal drei Spielstunden kann man alles signifikante – sprich alles außer die Stern-Versionen einiger Charaktere – im Spiel freischalten, Modi wie Cups oder die aus Mario Tennis Open bekannten Tennis-Minispiele sucht man vergebens. Insofern ist Mario Tennis: Ultra Smash genau in einem Fall zu empfehlen: Ihr seid große Tennis-Fans und habt mindestens einen Freund, der regelmäßig mit euch ein Match spielen möchte. Alle anderen Spieler werden sich über das dünne Paket, das Camelot und Nintendo hier geschnürt haben, ärgern.

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