Kann Metal Gear Solid V: The Phantom Pain auch auf den alten Konsolen mit seiner offenen Spielwelt überzeugen?

In den letzten Monaten ist die Spiele-Situation für Xbox 360- und PlayStation 3-Spieler deutlich angespannter geworden. Zwar werden immer noch eine große Zahl der Spiele für die neuen Konsolen auf die in die Tage gekommenen Systeme portiert, doch ist die Qualität dieser Portierungen leider allzu oft von zweifelhafter Qualität. Mordors Schatten beispielsweise hat sich geradezu einen Namen mit seiner hässlichen Last-Gen-Version gemacht das diesjährige Call of Duty kommt gar ohne Einzelspieler-Modus daher. Umso mehr lohnt es sich, einen kritischen Blick auf die Portierung von Metal Gear Solid V: The Phantom Pain auf die Xbox 360 zu werfen.

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain ist auf der Xbox 360 aus spielerischer Sicht identisch zu dem Spiel für die neuen Konsolen. Das Open World Action-Spiel wurde ohne Feature-Streichung oder halbwegs auffällige Design-Änderungen auf die alten Konsolen portiert. An dieser Stelle ist die Einschränkung auf auffällige Designänderungen dem Umstand geschuldet, dass The Phantom Pain ein äußerst umfangreiches Spiel ist und Detailänderungen im Test durchaus durchgehen könnten. Konkret ist im Test kein Gameplay-Unterschied aufgefallen.

Technisch hingegen ist der Schritt auf die alten Konsolen hingegen durchaus recht auffällig, allerdings sei hier gleich gesagt, dass Konami keinesfalls nachlässig gearbeitet hat und The Phantom Pain auch auf den alten Konsolen nicht eben inadäquat aussieht. Die Gameplay-Modelle und Texturen sind im Vergleich zur Variante für die neuen Konsolen detailärmer, aber sehr gleichmäßig herunterskaliert worden, so dass erfreulicherweise auch kein uneinheitliches Bild entsteht, wie es leider oft der Fall ist, wenn die Entwickler die verschiedenen Grafiken unterschiedlich stark herbskalieren.

Besonders erfreulich ist, dass The Phantom Pain auf der Xbox 360 trotz der großen offenen Welt flüssig läuft und keine spielerischen Probleme durch massive Slowdowns oder eine zu niedrige Framerate aufteten. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass es keinen Unterschied macht, welche Version des Spiels man ersteht. Am auffälligsten ist der Unterschied in der Qualität der Beleuchtung ins insbesondere der Schatten. Die Beleuchtung wirkt in der Xbox One-Version bedeutend lebendiger als auf der Xbox 360 und die Schatten auf der Xbox 360 sind auffällig niedrig aufgelöst.

Auch weitere Effekte wurden wesentlich sparsamer umgesetzt. Hier muss man aber definitiv anerkennen, dass es sich um typische Probleme in Spielen der vergangenen Konsolen-Generation handelt, so dass es auch nicht zu erwarten war, dass der hohe Standard der neuen Konsolen gehalten werden könnte.

Metal Gear Solid V ist ein tolles Abschiedsgeschenk für die mittlerweile zehn Jahre alte Xbox 360. Anders als viele andere Portierungen kommt The Phantom Pain tatsächlich wie ein sorgfältig für die Konsole entwickeltes Spiel daher und erweckt nicht den Eindruck, dass hier von einem Mini-Team auf die Schnelle ein Down-Port durchgezogen wurde. Wer noch eine alte Konsole und nicht das Budget besitzt, um eine neue zu kaufen, kann sorgenfrei auch auf den alten Konsolen Kojimas Abschieds-Titel in der Metal Gear Solid-Reihe spielen.

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