Ist Xeodrifter ein Grund die PlayStation Vita zu entstauben?

Auch auf der PlayStation Vita erfreuen sich Indie-Spiele weiterhin größter Beliebtheit, aktuell kommen Metroid-Fans auf ihre Kosten. In Xeodrifter schlüpft man in die Rolle eines – ziemlich niedrig aufgelösten – Astronauten und muss auf vier Planeten, die grundsätzlich in beliebiger Reihenfolge aufgesucht werden können, insgesamt sechs wichtige Items sammeln, um schließlich den Hyperantrieb seines Raumschiffs zu reparieren. Doch kann die Erkundungsreise im Weltall spielerisch überzeugen?

Zu Beginn ist man in Xeodrifter nur sehr überschaubar ausgerüstet. Eine Strahlenpistole und die Fähigkeit zu springen, mehr bringt der Astronaut nicht mit auf die vier Planeten des System in dem er gestrandet ist. Der Spieler hat zwar im Grunde genommen stets die freie Wahl, welchen der vier Planeten er aufsuchen möchte, die Weltenstruktur ist allerdings dergestalt, dass man an vielen Stellen zusätzliche Fähigkeiten benötigt, um voranzuschreiten.

Diese Fähigkeiten sind wie eingangs bereits erwähnt, ebenfalls auf den Planeten versteckt und werden von großen Endgegnern bewacht. Der Spieler muss also zunächst herausfinden, auf welchem Planeten er als nächstes fündig werden kann, diesen Planeten anfliegen und sich dann dort zum Endgegner vorkämpfen, um sein nächste Fähigkeit hinzuzugewinnen. Schafft er es schließlich zurück zu seinem Landeplatz – selbstverständlich zumeist über einen anderen Weg als er zum Endgegner gelangt ist – kann er seinen Erfolg abspeichern und zuvor unbegehbare Orte erkunden.

Xeodrifter

Das Gameplay ist schnell und eingängig, die Welten übersichtlich genug, dass die Sucherei nach dem nächsten gehbaren Weg nicht in Frust ausartet. Allerdings ist das Spiel mit gerade einmal vier Planeten ziemlich kurz geraten, so dass die Trophäe für das Erreichen des Abspanns binnen einer Stunde nicht eben vermessen erscheint. Ein Aspekt der Metroid-Reihe, der in Xeodrifter keine Entsprechung findet, ist allerdings der Rätselcharakter.

Es ist ziemlich offensichtlich, wenn man an einer Stelle wegen eines fehlenden Items nicht weiterkommt, gleichzeitig ist sofort klar, welches Item an welcher Stelle benötigt wird. Die Itemwahl ist allerdings recht interessant, besonders die Möglichkeit, zwischen Vorder- und Hintergrund zu wechseln, ergibt einige interessante Spielsituationen.

Spielerisch steht also neben der Erkundung vor allem die Action im Vordergrund. Mit recht abwechslungsreich gestalteten Gegner, die jeweils der aktuellen Spielumgebung angepasst werden, wird in dieser Hinsicht für gute Unterhaltung gesorgt. Ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings, dass die Entwickler trotz des geringen Umfangs des Spiels nicht auf Wiederholungen von Endgegnern verzichten mochten. Zwar werden die Angriffsmuster bei wiederholten Kämpfen erweitert, komplett verschiedene Endgegner wären bei dem Spielumfang allerdings eigentlich sehr angebracht gewesen. Optisch weiß das Spiel mit einem konsistent durchgezogenen Pixellook zu gefallen und erlaubt sich auch keine technischen Schnitzer. Insgesamt ist Xeodrifter ein sehr unterhaltsames Erkundungs-Action-Adventure, das seinen Preis 8€ wert ist.

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