Assassin’s Creed Rogue: Piraten-Abenteuer reloaded?

Ubisoft Montreal wird derzeit vollkommen von der Entwicklung des Current Gen-Debüts von Assassin’s Creed eingespannt, doch möchte Ubisoft auch im Jahre 2014 die massive Userbase von Xbox 360 und PlayStation 3 nicht ohne neues Assassin’s Creed dastehen lassen.

Wie gut, dass Ubisoft Sofia bereits auf der PlayStation Vita bei der Entwicklung von Assassin’s Creed 3 Liberation mächtig Erfahrung in der Reihe hat sammeln dürfen. In diesem Jahr schickt Ubisoft Sofia daher federführend das neue Assassin’s Creed Rogue für die betagten Spielkonsolen ins Rennen und schließt damit die Kenway-Reihe ab. Auf der gamescom haben wir Assassin’s Creed Rogue anspielen können.

In Assassin’s Creed Rogue schlüpft man erstmals dauerhaft in die Rolle eines Templers. Zwar wurde mit dieser Idee bereits in Assassin’s Creed 3 gespielt, doch hat man dort nur in wenigen Szenen als Haytham Kenway gespielt und spielerisch hat sich Haytham nicht von seinen Assassinen-Vorfahren und -Nachkommen unterschieden.

Natürlich spielt sich auch Shay, der Hauptcharakter von Assassin’s Creed Rogue, im Wesentlichen genauso wie ein Assassine. Sprich, man klettert, meuchelt und schleicht an Land und, da es sich um ein Kenway-Spiel handelt, fährt mit seinem Schiff über das Meer, um interessante Landmassen zu finden und gegnerische Schiffe abzuschießen. Doch haben die Entwickler sich einige Feinheiten überlegt, um Shay von einem gewöhnlichen Assassin’s Creed-Hauptcharakter zu unterscheiden.

So kann Shay, der ehemals selbst Assassine war und nun als Assassinen-Mörder berüchtigt ist, jederzeit von Assassinen aus dem Hinterhalt angegriffen werden. Ein Warnsystem gibt dem Spieler eine kurze Vorwarnung, wenn ein Assassine sich irgendwo im Umfeld Shays befindet. Wenn der Spieler dann nicht vorsichtig den lauernden Assassinen ausschaltet, kann er schnell selbst Opfer eines Attentats werden.

Weiterhin kann Shay auch auf hoher See in Schiffsschlachten mit Assassinen verwickelt werden. Konnte man in Assassin’s Creed 4 noch andere Schiffe entern, wird der Spieß nun umgedreht: Assassinen können über Shays Schiff herfallen und man muss sein Schiff gegen die angreifenden Meuchemörder verteidigen – Misserfolg führt zur Desynchronisierung. Trotzdem ist es auch weiterhin möglich, selbst ein gegnerisches Schiff anzugreifen und zu entern.

Auf der gamescom durften wir eine Nebenmission anspielen, die sehr ähnlich der Angriffe auf die Forts in Assassin’s Creed 4 ist. Zunächst galt es, mit einem ziemlich stark ausgerüsteten Templer-Schiff eine Assassinen-Flotte zu besiegen. Dabei konnten wir insbesondere die neue Maschinengewehr-Waffe ausprobieren. Mit dieser Waffe kann man die Schwachpunkte der gegnerischen Schiffe abschießen, allerdings muss man hierbei selbst zielen, statt wie in Assassin’s Creed 3 und 4 einfach nur einen Knopf gedrückt zu halten. Im Gegenzug kann man schnell hintereinander mehrere Schwachpunkte angreifen.

Anschließend mussten wir den Assassinen-Fort zu Fuß angreifen. Dabei konnten wir gleich ein weiteres neues Feature beobachten: In Assassin’s Creed Rogue kann man überall auf dem Meer anhalten und schwimmen, man benötigt keinen Ankerpunkt. Die Kämpfe im Assassinen-Fort spielen sich genau wie in den Vorgängern, allerdings ist auffällig, dass die Kletteranimationen und die Beweglichkeit Shays noch einmal verbessert wurde.

Assassin’s Creed Rogue wirkte auf der gamescom wie ein sehr sicherer Nachfolger zu Assassin’s Creed 4. Einige Verbesserungen im Detail, eine – abgesehen vom aus Teil 3 bekannten New York – im Wesentlichen neue Spielwelt und ein interessantes Szenario werden vom altbekannten soliden Gameplay getragen. Fans der Reihe werden in diesem Weihnachtsgeschäft also voraussichtlich gleich zwei gute Assassin’s Creeds spielen können.

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